Grüne Stadtratsfraktion fordert Umsetzung des Koalitionsvertrages

Die Grünen im Stadtrat Saarbrücken möchten den Koalitionsvertrag nach und nach umsetzten. Wichtiger Bestandteil des Vertrages ist der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Anschaffung der ersten Wasserstoffbusse für Saarbrücken ist beschlossen. Somit ist an dieser Stelle schon mal die Weiche für eine neue Technologie gestellt, so die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Yvonne Brück.


In der Bundesrepublik ist die Energiewende eine beschlossene Sache, der Ausstieg aus der Atomkraft und Kohle ist beschlossen! Somit werden wir zukünftig unseren Energiebedarf mit erneuerbaren Energien decken müssen, sagt Fraktionsvorsitzende Torsten Reif. Saarbrücken hatte im letzten Jahr den Klimanotstand ausgerufen. Jetzt eröffnet sich die Möglichkeit, dass zwei Windkraftanlagen auf dem Stadtgebiet von Saarbrücken errichtet werden. Damit könnten alle Haushalte und Kleinbetriebe der Stadtteile Gersweiler und Klarenthal klimaneutral mit Strom versorgt werden, so Yvonne Brück weiter.


Auf dem Gebiet der Stadt Saarbrücken kann laut Flächennutzungsplan kaum eine Fläche für die Windkraft ausgewiesen werden. Auch aus diesem Grund werden insbesondere die Grünen im Stadtrat diesem Bauvorhaben im Grundsatz zustimmen. Des Weiteren soll der schnellst mögliche Ausbau weiterer PV Anlagen auf städtischen Gebäuden durch die Koalition vorangetrieben werden.

Laut Koalitionsvertrag soll innerhalb der Wahlperiode die Installation von mindestens 20 Photovoltaik-Anlagen umgesetzt werden. Als Sofort- Klimaschutzmaßnahme sollen innerhalb der ersten zweieinhalb Jahre der Wahlperiode etwa10 Anlagen realisiert werden.

Der Zoo wäre ein guter Anfang. Etwa die Tierhäuser könnten so mit mit CO2-freier und kostengünstiger Energie versorgt werden. Aber auch das neue Parkhaus für die Stadtwerke wäre für PV Anlagen gut geeignet. E-Autos und E-Bikes könnten dadurch klimafreundlich mit Energie versorgt werden. Auch viele andere neue Bauprojekte, wie z.B. CCS oder die internationale KiTa würden sich dafür hervorragend eignen.
Es soll auf lokaler Ebene ein ambitionierter Beitrag geleistet werden, dass Deutschland seine Verpflichtungen aus dem Übereinkommen von Paris zum Klimaschutz erreicht. Dies soll jetzt beherzt angegangen werden. Es muss eine zentrale Zukunftsaufgabe der Landeshauptstadt werden, so Torsten Reif.

Saarbrücken soll mit einem Bündel von Maßnahmen zur Klimahauptstadt gemacht werden und dabei sollen auch die finanziellen Förderangebote von Land, Bund und EU ausgeschöpft werden, so Brück abschließend.

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