27.05.2011 | Neues wagen!

Neulich wurde in der Presse über die Verkehrs- und Parksituation in der Güdinger Bahnstraße berichtet. Wie in innerstädtischen Lagen, so auch in den Bezirken: die Bauverwaltung scheint in diesem Bereich für neue und kreative Ideen wenig zugänglich zu sein. Wir hatten in jüngster Zeit in den Gremien und in öffentlichen Diskussionen das Thema „Shared Spaces“ auf den Schild gehoben. Verkürzt dargestellt beinhaltet dieses Konzept eine „Straße für Alle“. Das heißt alle Verkehrsteilnehmer vom Auto bis zum Fußgänger teilen sich den Straßenraum und nehmen so mehr Rücksicht aufeinander. Das Ganze bei maximalen 30 km/h Fahrgeschwindigkeit.
In dieses Konzept passt auch die Parksituation. Nicht alles ist frei, aber Vieles wird entspannter. Und darum geht es. Wenn man nämlich die nach wie vor steigende Verkehrsdichte in den Städten bewältigen will, ohne dass alle Straßen zugestaut und zugeparkt sind, braucht es kreative Ideen. Wie eben eine Straße für Alle! Wir wollen, dass die Menschen in unserer Stadt mobil sind, trotz steigendem Verkehrsaufkommen. Bequem und zügig ans Ziel kommen ohne Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit. Das muss das Ziel sein.
Die Bauverwaltung, so sie denn fit sein will für die Zukunft, muss prüfen und danach handeln, wenn Straßen erneuert werden. Wird z. B. eine Straße neu asphaltiert, muss sofort die Möglichkeit genutzt werden, gleich auch die Gesamtsituation zu verbessern. Ein erstes Betätigungsfeld, neben der oben genanten Bahnstraße, wäre jetzt die Pestelstraße in Alt-Saarbrücken. Dort ließe sich ohne großen Aufwand die Straße und das Trottoir ändern. Die Straße ist nämlich in der Erneuerung. Mutig sein mit neuen Konzepten und Ideen. Das bringt die Stadt voran.

Thomas Brück

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