06.06.2011 | Man lernt nie aus

Auch ich habe die Veranstaltungsreihe „Bildung in der Stadt“ besucht und den Ausführungen des Referenten Stefan Appel zum Thema „Ganztagsschulen“ gelauscht. Als Vorsitzender des Deutschen Ganztagsschulverbandes konnte er die unterschiedlichen Modelle und notwendigen Rahmenbedingungen kompetent und zudem kurzweilig erläutern.
Ganztagsschulen (GTS) eröffnen Chancen, die Qualität der Schulen durch zusätzliche Bildungs – und Fördermöglichkeiten zu steigern. Sie können zu gerechteren Bildungschancen beitragen und den Erfolg von Kindern verbessern. Außerdem leisten sie einen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit und zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Eine Umfrage der Bertelsmann Stiftung zeigte, dass die GTS immer beliebter wird. Danach sprachen sich 81% für die GTS aus, 42 % wollen sie sogar zur Pflichtschule machen, der Rest plädierte für ein freiwilliges Angebot.
Mit der Einrichtung einer weiteren GTS im Grundschulbereich sind wir in Saarbrücken auf einem guten Weg. Der Minister hat ‚grünes Licht’ für die Kirchbergschule in Malstatt gegeben und ich bin mir sicher, dass dies der Entwicklung des Stadtteils förderlich ist. Im Saarland besteht die Möglichkeit der Freiwilligkeit und die Eltern haben die Wahl. Da Deutschland ein Halbtagsschulland ist, kann man gebundene GTS nur dort einrichten, wo in zumutbarer Entfernung Halbtagsschulen mit gleichem Bildungsangebot existieren. Kinder verbringen einen erheblichen Teil ihres Alltags in solchen Einrichtungen, somit sind Farben, Formen, Ästhetik, Sicherheit und Funktionalität sehr wichtig. Denn auf die Bedürfnisse der SchülerInnen ist nicht nur im schulischen Bereich zu achten, sondern auch im Freizeit-Funktionsbereich.

Karin Burkart

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