14.06.2011 | VVS muss weiterentwickelt werden

Bei den Versorgungs- und Verkehrsbetrieben (VVS) stehen entscheidende Änderungen an. Mit dem Wiedereinstieg in die Eigenerzeugung von Energie und Wärme und der teilweisen Rückholung des Kraftwerkes Römerbrücke ist man auf dem richtigen Weg. Vom rotrotgrünen Bündnis maßgeblich mitinitiiert.
Jetzt steht in Kürze auch ein personeller Wechsel bevor. Bei den Stadtwerken und der Geschäftsführung der VVS werden zwei Spitzenpositionen neu besetzt. Wir erwarten von den neuen Chefs erst mal eine Beibehaltung und Weiterführung des jetzigen Kurses. Für uns hat aber darüber hinaus die Fortentwicklung dieser wichtigen städtischen Gesellschaften herausragende Bedeutung. Die Stadt mit ihren vielfältigen Organisationsformen muss diesen Prozess aktiv begleiten.
Zwar geht es zuvorderst um die Versorgung mit Energie, Wärme und Wasser, aber diese Grundversorgung allein wird zukünftig für das Geschäftsmodell nicht mehr ausreichen. Die dezentrale Energiegewinnung, der Umbau auf regenerative Erzeugung eröffnet dem Werk und damit der Stadt neue Perspektiven. Die Dezentralität, also die vor Ort Versorgung, und der Siegeszug der Erneuerbaren Energien passen zusammen wie die sprichwörtliche Faust auf’s Auge.
Aber es geht auch um die Weiterentwicklung der Versorgungsgesellschaft in sich. In dem Spannungsfeld von Energieeffizienz und Stromsparen einerseits und dem kaufmännischen Interesse des Stadtwerkes finanzielle Erträge zu erwirtschaften, braucht es kreative und mutige Ideen. Dabei wird der Bereich Energieanwendungen (energy services) zukünftig so wichtig, dass sich VVS zu einem integrierten Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen weiterentwickeln muss.
Darauf müssen die neuen Geschäftsführer vorbereitet sein.

Thomas Brück

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