21.04.2011 | Autofasten ist Zukunft

Das Autofasten ist seit 19. April zu Ende. Im Rahmen der Fastenaktion hatten die Kirchen dazu aufgerufen, 4 Wochen lang möglichst oft das Auto stehen zu lassen und andere Verkehrsmittel zu benutzen. Auf die Auswertung kann man gespannt sein, dann zu Beginn der kirchlichen Aktion zeigte eine Umfrage, dass Saarländer lieber auf Bier, Süßigkeiten und Zigaretten verzichten als aufs Auto. Nur 14 Prozent können sich vorstellen, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen.
Dass wir Grüne das Autofasten begrüßen, versteht sich von selbst. Denn die Hauptgewinnerin der Aktion ist die Umwelt und damit wir alle. Und Autofasten weist den Weg in die Zukunft, glaubt man den Forschern vom Fraunhofer- Institut.
Im Projekt „Vision für nachhaltigen Verkehr in Deutschland“ haben sie Visionen vom urbanen Leben 2050 entwickelt, die zuversichtlich stimmen können. Die Städte der Zukunft sind grün, es gibt kaum Abgase und Lärm. Sie sind fußgänger- und radfahrerfreundlich. CarSharing-Parkplätze und Radstationen gibt es an allen größeren Haltepunkten. Insgesamt hat ein Trend zu einem urbaneren Lebensstil stattgefunden, die Stadträume sind gut an den öffentlichen Verkehr angebundenen und die alltäglichen Bedürfnisse können mit weniger Verkehrsleistung realisiert werden. Luftverschmutzung und Verkehrsunfälle könnten im Jahr 2050 schon Vergangenheit sein Die Forscher glauben weiterhin, dass viele Städte in Deutschland schon auf dem Weg zur grünen und dennoch urbanen Stadt seien. Als Beispiel führen sie Karlsruhe an.
Kein Wunder, Karlsruhe ist dabei, die bedeutendste Fahrradstadt in Süddeutschland zu werden. Will Saarbrücken diese Zukunft nicht verpassen, müssen wir noch einiges tun. An uns soll das nicht scheitern!

Karin Burkart

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