05.08.2011 | Meer oder Weniger

Sommer, Sonne, Strand. Was gibt es schöneres als diese Dreieinigkeit von Entspannung und Wellness. Meer oder Weniger? Müsste man eigentlich fragen; denn die Meere sind am kollabieren. Das wiederum passt nicht so recht zu den Urlaubsversprechungen und Sehnsüchten nach „good living“. Aber wenn wir auch in Zukunft am Strand liegen wollen, müssen wir einfach und klar erkennen: Weniger ist manchmal Mee(h)r!
Klar, im Urlaub man macht sich eigentlich keine Gedanken darüber, was unterhalb der Meeresoberfläche abgeht. Fische, Wasser, Exotik, okay das ist es dann aber auch.
Aber was passiert eigentlich unterhalb der Grenzen, in Tausenden von Metern Tiefe in den Ozeanen?
Vielleicht tun es ganz einfach ein paar Wahrheiten. Zum Beispiel die, dass über 70% der Erde von Wasser bedeckt sind. Dass der Weltmarktumsatz der maritimen Weltwirtschaft sagenhafte 1000 Milliarden Euro übersteigt! Dass weltweit jährlich über 90 Millionen Tonnen Fisch aus dem Meer gezogen werden. Fischstäbchen on Bord! Die wenigsten Urlauber in Sylt oder an der Costa Brava machen sich darüber Gedanken.
Das Meer dient als Müllkippe für Plastik und schädliche Einleitungen durch Industrie und Landwirtschaft. Die radioaktive Verseuchung durch den Unfall in Japan will ich gar nicht erst ansprechen. Eine weitere Frage stellt sich: Wem gehört eigentlich „das Meer“?
Wem gehören die Rohstoffe auf dem Meeresboden? Diese geopolitische Auseinandersetzung hat gerade erst begonnen, ein gefährliches Abenteuer mit sehr ungewissem Ausgang. Umweltzerstörung und politische Konflikte sind vorprogrammiert.
Les Fruits de la Mer, sie sind überproportional bedroht und überproportional verschmutzt, ihr Genuss kann die Gesundheit gefährden.

Thomas Brück

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