01.04.2011 | Wer geradeaus geht, stolpert nicht!

Ich weiß, wovon ich rede, wenn ich sage, dass die grüne Partei die gesellschaftliche Kraft ist, die Dinge in Bewegung bringt und damit verändert.
Wir haben für unsere Positionen oft Prügel bezogen. Als wir in den 80’igern nach Brokdorf in der Wilster Marsch oder 1977 nach Malville an die Rhône zogen um gegen die verantwortungslose Atomindustrie zu demonstrieren, hat sich kaum jemand auf unsere Seite gestellt. Heute wissen alle, wie richtig unser Protest schon damals war.
Die Grünen sind Motor einer erneuerten Gesellschaft in Stadt und Land. 2002 haben wir in Saarbrücken gegen den Widerstand einer bestorganisierten Öffentlichkeit die Einrichtung eines „Zuwanderungs- und Integrationsbüros“ (ZIB) durchgesetzt. Die damalige Medienkampagne gegen uns war beispiellos. Öffentlich wurden Gehaltstabellen von potenziellen BewerberInnen zur Schau gestellt und angeprangert. Der Untergang der Stadt schien besiegelt. Und heute? Das ZIB ist eines der erfolgreichsten Projekte, welches die Stadt seit Jahren durchführt.
Sicher, es war eine neue Form der Politik, die wir einbrachten. Aber oft muss man Neues ausprobieren, wenn man gesellschaftliche Verhältnisse ändern will!
Dieses zu erkennen und umzusetzen ist mutig. Wir sind es.
Und jetzt zum Fahrradbeauftragten. Auch gegen diese Stelle wird agiert, was das Zeug hält. CDU und FDP lassen keine Gelegenheit aus, um mit den für die Förderung des Radverkehrs vorgesehenen Mitteln alle möglichen Haushaltslöcher stopfen zu wollen. Wie sich die Zeiten gleichen. Nur unter anderen politischen Vorzeichen. Heute sieht die CDU den Untergang der Kommune heraufziehen, damals war es die SPD.
Saarbrücken wird auch dieses Mal nicht untergehen, dafür stehen wir gerade.

Thomas Brück

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