Digitale Möglichkeiten besser nutzen – Saarbrücker APP ausbauen!

Gemeinsame Presseerklärung von CDU, B90/Die Grünen und FDP im Saarbrücker Stadtrat

Die Corona-Pandemie stellt für alle eine erhebliche Belastung dar. Ihre Begleitumstände haben es nötig gemacht, im digitalen Bereich schnell Fortschritte zu erzielen, die aus Sicht der Koalition aus CDU, Grünen und FDP teilweise auch erreicht wurden. Auf der anderen Seite hat die Pandemie aber auch schonungslos die noch immer vorhandenen Defizite in diesem Bereich aufgezeigt.

„Hieraus müssen wir jetzt die entsprechenden Lehren und Ergebnisse ziehen und an zukunftsorientierten Lösungen arbeiten. Die Zeit nach Corona darf uns nicht in das überschaubar gute digitale Zeitalter vor Corona zurückversetzen“, so der stellvertretende FDP Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Hermann Simon.

Ein Punkt, der viele Möglichkeiten bietet, sei z. B. die Saarbrücker APP. Sie war einmal ein Vorbild, ist aber nun in die Jahre gekommen. Mittlerweile stellen die Nutzer von APPs größere und informativere Anforderungen. Sie müssen einen Mehrwert bringen. Daher wollten CDU, Grüne und FDP von der Verwaltung wissen, wie der Status quo sei und welche Planungen bzgl. einer Neuprogrammierung mit bürgerfreundlichen Tools der APP bestünden. „Die Antworten der Verwaltung zeigen, dass hier gewaltig Luft nach oben ist. Vieles ist dabei schon digital vorhanden und müsste nur auf einer Plattform gebündelt werden“, so der stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, Hermann Hoffmann.

Die Antworten waren teilweise ernüchternd, daher sei die Verwaltung auch schon bei der Planung einer grundlegenden Überarbeitung der APP. Dabei dürfe die APP in Zukunft nicht mehr nur ein reines Informationsmedium sein. Für die Jamaikakoalition muss sie interaktive Elemente stärker in den Vordergrund stellen. „Natürlich ist und bleibt der Informationsgedanke ein wichtiger Aspekt. So müssen in der APP alle städtischen Informationen und Bekanntmachungen über den ÖPNV, ZKE u.v.m. zusammengetragen werden und die Nutzerinnen und Nutzer müssen durch eine persönliche Auswahl festlegen können,  über was sie zeitnah informiert werden möchten. Gerade vor dem Hintergrund unseres Bestrebens, die umweltfreundlichen Verkehre zu stärken, muss die APP künftig auf einer interaktiven Karte das Radwegenetz, Radabstellanlagen und weitere Punkte wie Ladestationen für E-Mobile verzeichnen“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, Torsten Reif.

Interaktiv muss das Ziel sein! Bürger*innen sollten nur noch in Ausnahmefällen ins Rathaus oder die Bürgerämter müssen. „Die APP muss quasi ein Amt sein, über das man alle Anträge stellen kann“, so Hermann Hoffmann weiter.

Aber nicht nur für die Einwohner*innen der Landeshauptstadt darf die APP ein wichtiges Medium sein. Auch für Gäste, Urlauber und natürlich für Unternehmen sollte sie nach Meinung der Jamaikakoalition die wichtigsten Angebote und Informationen zusammen fassen. „ Die ersten Schritte müssten jetzt sein, vorhandene digitale Angebote von den Homepages der LHS und ihrer Gesellschaften in die APP einzubinden und ein Anforderungsprofil für die Erweiterung zu erarbeiten.“, so Hermann Simon abschließend. Andere Fragen bedürfen noch einer Vorarbeit in den Ämtern. Dennoch ist es wichtig, bereits jetzt mit der Neuprogrammierung zu beginnen, damit APP-Erfahrungen zukünftig helfen können, wenn Bürgerämter geschlossen sein müssen, fordern CDU, Grüne und FDP.

Verwandte Artikel