15.01.2020 |Ansiedlungspläne der Firma Woll: Alternativstandort ernsthaft prüfen


In der Diskussion um die geplante Erweiterung der Firma Woll in Gersweiler sehen die Grünen im Stadtrat noch weiteren Prüfungsbedarf hinsichtlich eines konkreten Alternativstandorts, um die bestehende Waldfläche zu erhalten. Sie halten hierzu eine in unmittelbarer Nähe gelegene Fläche, auf der sich aktuell die Kompostieranlage des ZKE befindet, für eine geeignete Alternative. Diese müsse ernsthaft von der Verwaltung geprüft werden.

“Wir begrüßen, dass ein prosperierendes und nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen wie die Firma Woll expandieren möchte. Gerade in Zeiten, in der es in der Industrie hierzulande kriselt, können wir um jedes gesunde, wachsende Unternehmen froh sein, das in die Zukunft investiert. Gleichzeitig schreitet der Klimawandel weiter voran und wir haben den Klimanotstand in Saarbrücken ausgerufen. Wir möchten nicht, dass das Unternehmen wirtschaftlich beeinträchtigt wird. Aber uns Grünen ist es auch ein Kernanliegen, die Umwelt, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen. Dieser Spagat zwischen wirtschaftlichen Interessen und Umweltinteressen muss uns bei der geplanten Erweiterung und auch bei allen künftigen Bauvorhaben gelingen”,  erklären die Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Stadtrat, Yvonne Brück und Torsten Reif. 

Die Grünen erwarten, dass eine Alternative zu den jetzigen Erweiterungsplänen der Firma Woll eingehend geprüft wird, damit es nicht zur Rodung einer drei Hektar großen Waldfläche kommen muss. Brück und Reif: “In unmittelbarer Nähe des Firmengeländes – lediglich 300 Meter Luftlinie entfernt – befindet sich die Kompostieranlage des ZKE, also eine bereits versiegelte Fläche. Diese Fläche könnte eine geeignete Alternative für die neue Werkshalle der Firma Woll sein. Wir erwarten, dass die Verwaltung diesen Vorschlag prüft und sich in Abstimmung mit dem ZKE parallel auf die Suche nach einem neuen Standort für die Kompostieranlage begibt. Aus unserer Sicht wären bei dieser Lösung sowohl die wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens als auch die Belange des Umwelt-, Natur- und Artenschutzes gewahrt.“

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