24.04.2019 | Jugendbeteiligung

Wie durch die Fridays-For-Future-Bewegung deutlich geworden ist, haben immer mehr junge Mitbürger*innen ein Interesse daran, ihre Zukunft aktiv zu gestalten – auch auf politischer Ebene. Alleine die Tatsache, dass saarlandweit viele Tausend Schüler*innen an den bisherigen Demonstrationen teilgenommen haben, spricht eine deutliche Sprache. Diese Bewegung muss ein Weckruf für uns alle sein, die Beteiligungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten junger Menschen zu verbessern. Viele Kommunen in Deutschland haben dazu etwa Jugendbeiräte eingeführt. Wir möchten, dass Saarbrücken  diesem Beispiel folgt und haben eine entsprechende Initiative in der letzten Stadtratssitzung ergriffen. Wir sind erfreut, dass die anderen Fraktionen unser Anliegen unterstützt haben. So ist die Verwaltung nun aufgefordert, im Rahmen einer Arbeitsgruppe die Voraussetzungen für mehr Beteiligungsmöglichkeiten Jugendlicher zu schaffen. Unser Ziel ist es dabei, in der kommenden Legislaturperiode einen Jugendbeirat und weitere Beteiligungsmöglichkeiten einzurichten. Ein solches Gremium muss für uns Teil einer umfassenden Jugendstrategie sein. Zu ihr soll auch zählen, das Wahlalter bei Kommunal- und Landtagswahlen auf 16 abzusenken, wozu wir die Landesregierung ausdrücklich auffordern. Denn das beste Mittel zur Abbildung der Interessen junger Menschen in der Politik ist es, ihnen das Wahlrecht zu verleihen. (Wochenspiegel-Kolumne „Die Stadtratsfraktionen informieren“ | KW 17 |Torsten Reif)   

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