17.04.2019 | Gersweiler Brücke

Als es um die Frage der Umgestaltung der Wilhelm-Heinrich-Brücke ging, hatten wir im Rat langwierige Diskussionen, insbesondere über das Thema Fahrradfreundlichkeit. Im Endeffekt haben wir auf Bestreben von uns Grünen eine Lösung gefunden, die zum Vorteil aller Verkehrsteilnehmer*innen ist. Und dieses Beispiel sollte eigentlich Schule machen. Allerdings erleben wir gerade im Falle der Sanierung der Gersweiler Brücke das Gegenteil. Obwohl die Brücke im Verkehrsentwicklungsplan der Landeshauptstadt als künftiger Bestandteil des Hauptradwegenetzes vorgesehen ist, wird sich nach dem Umbau an der

Verkehrsführung nichts ändern. Fahrradfreundlichkeit oder Barrierefreiheit Fehlanzeige. Die Verwaltung hält sich nicht an die Vorgaben des Verkehrsentwicklungsplans und hat den Stadtrat über die Planungen nicht mal informiert. Sie handelt allen Erfordernissen an die Stärkung des Alltagsradverkehrs und damit der umweltfreundlichen Verkehre in Saarbrücken zuwider. Wir haben dafür keinerlei Verständnis. Ein fahrradgerechter Umbau der Brücke ist dringend nötig, um Gersweiler, Burbach und Malstatt an das Radwegenetz, insbesondere an den Leinpfad, anzuschließen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Brücke vom Radverkehr während der aktuellen Bauphase quasi abgekoppelt ist. Davon konnten wir uns vor Ort  selbst überzeugen. Die Stadt sendet hier ein fatales Signal an alle Radler*innen aus. (Wochenspiegel-Kolumne „Die Stadtratsfraktionen informieren“ | KW 16 |Torsten Reif)  

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