23.10.2018 | Für eine saubere Stadt: Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher einführen

Saarbrücken, 23.10.2018. Die Grünen im Stadtrat sprechen sich für die Einführung eines Pfandsystems für Coffee-to-go-Becher in der Landeshauptstadt aus. Dies sei ein wichtiger Schritt, um der Verschmutzung in der Innenstadt entgegenzuwirken und die generelle Müllbelastung zu senken.

“Stündlich werden in Deutschland laut Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe rund 320.000 Einwegbecher verbraucht. Für die Herstellung der Becher werden natürliche Ressourcen wie Holz in Massen ausgebeutet. Und aus Plastik bestehende Einwegbecher tragen zur größten Müllproblematik überhaupt bei, wenn man sich nur einmal vor Augen führt, dass jährlich bis zu 12,7 Millionen Tonnen Plastik letztlich in unsere Weltmeere gelangen. Einige Städte in Deutschland nutzen daher inzwischen Pfandsysteme für wiederverwertbare Coffee-to-go-Becher, um das Müllaufkommen zu reduzieren. Wir sprechen uns in einem Antrag dafür aus, dass auch in Saarbrücken ein solches System eingeführt wird”, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, José Ignacio Rodriguez Maicas.

Idealerweise sollten zwar alle Betriebe den Bürger*innen die Möglichkeit geben, ihre eigenen Becher von zu Hause zum Abfüllen mitzubringen. “Allerdings bietet auch ein Pfandsystem eine effektive Möglichkeit, um der  zunehmenden Verschmutzung besonders in der Innenstadt entgegenzuwirken und die Stadtreinigung zu entlasten. Die Bürger*innen können beim Kauf eines Kaffeebechers das Pfand hinterlegen und den leeren Becher dann beispielsweise in der nächsten Bäckerei wieder abgeben. Auf diesem Prinzip fußt etwa das Pfandsystem “Recup”, das bislang unter anderem in München, Hamburg und Wolfsburg eingeführt wurde.  Auch die Stadt Saarbrücken könnte dieses System zunächst im Rahmen eines Modellprojektes einführen und würde damit einer der Vorreiter in Deutschland werden”, so Rodriguez Maicas abschließend.

Verwandte Artikel