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25.05.2018 | Lkw-Verkehr: Gefahrenräume mit Durchfahrtverbotszone reduzieren

"Saarbrücken, 25.05.2018. Die Grünen im Stadtrat zeigen sich besorgt über die nach wie vor zahlreichen Lkw, die die Lebacher Straße und weitere Stadtteile Saarbrückens durchfahren. Sie erneuern vor diesem Hintergrund ihre Forderung nach einer weiträumigen Fahrverbotszone für den Schwerlast-Durchgangsverkehr, sodass lediglich noch der Anlieferverkehr verbleibt.

„Ziel einer nachhaltigen Verkehrspolitik muss es sein, dass wir Gefahrenräume sowie Umwelt- und Lärmbelastungen so weit wie möglich reduzieren. Wie erst kürzlich eine Zählung des Stadtteilvereins ‘Malstatt gemeinsam stark’ (Mags) verdeutlicht hat, sind Lkw ein Hauptverursacher solcher Gefahrenräume. 80 Laster würden demnach stündlich auf der Lebacher Straße verkehren. Diese Situation ist nicht nur ein Ärgernis für die Anwohner*innen. Auch führt dies zu Risiken für die Radfahrer*innen, die auf dem Radschutzstreifen unterwegs sind. Schon dieses Beispiel zeigt, dass wir den Schwerlastverkehr in der Landeshauptstadt deutlich reduzieren müssen. Im Jahr 2016 hatte der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) bereits signalisiert, dass nichts gegen ein Fahrverbot für den Lkw-Transitverkehr auf der Lebacher Straße spricht. Ein solches Fahrverbot muss endlich kommen und Bestandteil einer großräumigen Durchfahrtverbotszone in und um Saarbrücken sein.  Insbesondere müssen davon auch die L108, im weiteren Verlauf die B423, die Camphauser Straße sowie das Scheidter Tal erfasst sein”, erklärt der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Stadtrat, Torsten Reif.

„In Saarbrücken gibt es etliche Straßen, deren Anwohner*innen unter diesem Schwerlastverkehr leiden. Die großräumige Duchfahrtverbotszone würde nicht nur die Lebacher oder Camphauser Straße entlasten, sondern in allen Stadtteilen wirken und eine erhebliche Verbesserung der Situation darstellen. Ausweichverkehre in andere Straßen wären damit unterbunden. Auch für die Anwohner*innen von Eschringen, Fechingen und Ensheim, die seit langem unter dem Verkehr leiden, würde ein Lkw-Durchfahrtsverbot eine erhebliche Entlastung darstellen. Das Unterbinden von Durchgangs- und Ausweichverkehren hätte nur noch Anlieferverkehr zur Folge. Damit würde lediglich noch ein Bruchteil der Lkw-Fahrten in Saarbrücken stattfinden. Daher erhärten wir unsere Forderung, den Schwerlastverkehr, der ohne Lieferstopp durch die Stadt fährt, auf die Autobahn zu verbannen. Eine solche Maßnahme würde erheblich zur Steigerung der Lebensqualität in der Landeshauptstadt beitragen”, so Reif abschließend.

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