06.02.2018 | Saarbrücken soll Gemeinwohl-Stadt werden

Vom riesigen Verbrauch an natürlichen Ressourcen, über Klimawandel bis zur großen Kluft zwischen Arm und Reich – das Bewusstsein für ökologische und soziale Themen steigt. Die Gesellschaft setzt damit die Zukunft aufs Spiel. Auch im wirtschaftlichen Handeln der Kommunen brauchen wir ein Umdenken hin zu einer werteorientierten, ethischen Wirtschaftspolitik.

Das Ziel von städtischen Unternehmen sollte primär die Erhöhung des Gemeinwohles, also des Wohles aller Bürger*innen, sein. Die Landeshauptstadt nimmt einerseits durch ihre Gesellschaften und andererseits durch die Verwaltungstätigkeit, z. B. im Rahmen von Finanzierung oder Beschaffung, eine Rolle als wirtschaftlicher Akteur ein.
Um die Auswirkungen dieser Tätigkeiten nachvollziehen zu können, werden sogenannte Gemeinwohlbilanzen aufgestellt. Sie zeigen, wie unsere Unternehmen in Sachen sozialer Gerechtigkeit, ökologischer Nachhaltigkeit und demokratischer Strukturen aufgestellt sind.
Wir möchten, dass Saarbrücken eine Gemeinwohl-Stadt wird. Als erste deutsche und eine der ersten Städten weltweit könnte Saarbrücken, nach dem Engagement im Bereich Fair Trade als eine soziale und ökologische Kommune stärker nach außen wirken. Die Landeshauptstadt wird zum Vorbild, wenn sie den gesetzlichen Anforderungen von morgen entspricht und sich zur treibenden Kraft für zukunftsweisende Wirtschaftspolitik entwickelt.
(Wochenspiegel-Kolumne „Die Stadtratsfraktionen informieren“ | KW 06 | José Ignacio Rodriguez Maicas)

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