17.01.2018 | Kita-Plätze: Ausbau von Kitas in der Stadt finanziell sichern

Saarbrücken, 17.01.2018. Die Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert angesichts der fehlenden Kita-Plätze endlich einen Vorschulentwicklungsplan und eine stärkere finanzielle Beteiligung von Bund und Land. Die Kommunen dürfen beim Ausbau der Betreuung in der frühkindlichen Erziehung nicht alleine gelassen werden.

“Saarbrücken wächst und investiert in den Ausbau von Krippen und Kitas. Wir haben im Haushalt Mittel in den Ausbau der Kinderbetreuung und in die Sanierung, die Erweiterung und den Neubau von Kitas eingestellt.
Ein Schwerpunkt unserer Bildungspolitik ist der Ausbau der Betreuung im Ganztagsbereich in Kitas und Grundschulen. Hier ist Saarbrücken auf einem guten Weg. Es warten dennoch weiter große Herausforderungen auf uns, da die Nachfrage weiterhin außerordentlich hoch ist und das Angebot mangels Finanzierungshilfen nur nach und nach ausgebaut werden kann.”, erklärt Karin Burkart, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion.

Die Stadtratsfraktion sieht mit großer Sorge, dass zwar die gesetzliche Betreuungsquote in Saarbrücken erreicht wird, aber dies nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken. Die Grünen fordern deshalb endlich eine verlässliche Planung bzgl. Finanzierungsbeteiligung von Land und Bund.

“Es fehlen ja nicht nur Betreuungsplätze sondern auch Erzieher*innen. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Zahlen von Kindern mit besonderem Förderbedarf sowohl sprachlich als auch im Sozialverhalten ist eine Verbesserung der personellen Ausstattung notwendig. Die Qualität der Ausbildung darf nicht leiden, wenn der Anspruch auf Bildungsgerechtigkeit nicht nur auf dem Papier bestehen soll.
Es ist deshalb nicht weiter hinnehmbar, dass die Bundes- und Landesregierung die Kommunen bei den Kosten im Regen stehen lässt. Es muss nach besseren Lösungen zur Finanzierung der gesetzlich garantierten Kinderbetreuung gesucht werden. Die Landeshauptstadt leistet dabei einen Beitrag nach ihren Möglichkeiten. Wir erwarten, dass auch Land und Bund sich stärker beteiligt.”, so Burkart abschließend.

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