03.12.2017 | Inklusion: Grüne im Stadtrat fordern Aktionsplan für Saarbrücken

Saarbrücken, 03.12.2017. Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung appelliert die Saarbrücker Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen an die gesellschaftliche, politische sowie rechtliche Verpflichtung, die Teilhabe und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen und Wege zur Nichtdiskriminierung als Maßstab für gleichwertige Lebensbedingungen umzusetzen.

„Unsere Stadtratsfraktion hat in der Vergangenheit etliche Projekte, wie zum Beispiel den Umbau der Kaltenbachstraße oder auch die Einführung geteilter Querungen, als Standard für die Landeshauptstadt diesbezüglich umgesetzt. Weiterhin setzen wir uns für die Herausgabe von Informationen in “leichter Sprache” ein. Wir möchten aber alle Saarbrücker*innen aufrufen, mehr für die Inklusion zu tun. Jeder kann im privaten aber auch im beruflichen Umfeld sich dafür einsetzen, dass immer mehr Barrieren im Alltag verschwinden. So sind zum Beispiel nur wenige Zugänge in Lokalen rollstuhlgerecht, weil sie lediglich über Stufen oder Treppen erreichbar sind. Hier können auch schon kleinere Maßnahmen, wie eine Rampe, helfen.”, sagt Thomas Brass, Sozialpolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion und Mitglied im Saarbrücker Behindertenbeirat.

Die Grünen setzen sich deshalb für Wege, Maßnahmen und Strategien zur Nichtdiskriminierung als Maßstab für den Alltag ein. Vielfalt und Solidarität sind für sie wichtige Kennzeichen einer lebendigen und solidarischen Bürgergesellschaft.

„Die Würde eines jeden Menschen gilt es in seiner Einzigartigkeit uneingeschränkt anzuerkennen und zu fördern. Mit der UN-Behindertenrechtskonvention haben die Anliegen der Inklusion einen neuen und besonderen Stellenwert erfahren und ermutigen die Stadtgesellschaft, inklusive und barrierefreie Lebensräume zu realisieren. Wir fordern daher die Verwaltung auf in enger Zusammenarbeit mit den Vereinen und Verbänden für Saarbrücken zügig einen entsprechenden Aktionsplan zu erarbeiten und umzusetzen. Alle öffentlichen Gebäude in unserer Stadt – Schulen, Kitas, Theater und Museen, aber auch Straßen, Wege und Plätze, Busse, Bahnen und Haltestellen – müssen schrittweise barrierefrei gemacht werden. Dies wird aber nur gelingen, wenn Bund und Land, die diese Vorgaben machen, auch entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung stellen.“, erläutert Thomas Brass abschließend.

 

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