21.06.2017 | Stickoxid-Werte: Grüne fordern Sofort-Maßnahmen

Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert Sofortmaßnahmen gegen steigende Werte für Stickoxide in der Luft. Die Grünen wollen nicht abwarten bis Abgase dauerhaft über den EU-Grenzwert liegt, bevor die Verwaltung reagiert.
“Die Verwaltung muss alles unternehmen, was in ihrer Macht steht, um jetzt schon für eine deutliche Senkung der Stickoxidwerte zu sorgen. Die Saarbrücker*innen haben ein Recht darauf, dass hier vorsorglich gehandelt wird und nicht erst, wenn es zu spät ist. Sich zurück zu lehnen und hoffen, dass die Bürger*innen einfach weniger Auto fahren, kann nicht die Lösung sein. Wenn wirkungsvolle Maßnahmen Zeit für die Umsetzung brauchen, dann müssen jetzt alle Hebel in Bewegung gesetzt werden. Es gibt aber auch sicherlich Maßnahmen, die sich kurzfristig und ohne hohe Hürden sich schnell umsetzen lassen.”, sagt Fraktionsvorsitzender Torsten Reif
Die grüne Fraktion setzt langfristig auf andere Mobilitätsstrukturen, die nicht das Auto, sondern den Menschen in den Mittelpunkt stellen. So ist nach Ansicht der Grünen die Einführung der neuen Tempo-30-Zonen in Saarbrücken eine Verbesserung der Mobilität und der Lebensqualität für die Landeshauptstadt. Diese Tempo-30-Zonen sowie auch autofreie Gebiete müssen dringend schnell erweitert werden. Weiter wollen sich die Grünen für eine schnelle Umsetzung der Empfehlungen aus dem Lärmaktionsplan einsetzen, um die von gesundheitsgefährdendem Verkehr geplagten Saarbrücker*innen spürbar zu entlasten. Als dritte Säule muss der öffentliche Nahverkehr in den nächsten Jahren massiv sowohl Qualität und Quantität ausgebaut werden. Und letztlich würde eine merkliche Reduzierung des Lkw-Verkehrs in der Stadt auch für eine wesentlich bessere Lebensqualität sorgen.
“Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen urbanen Ära. Um den großen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte zu begegnen, müssen wir Stadtsysteme gestalten, die innovativ, flexibel und nachhaltig sind. Wir wollen die Mobilität klimafreundlich und bequem für alle gestalten. So können zum Beispiel elektrisch betriebene Fahrzeuge einen wesentlichen Beitrag leisten. Die Stadt und ihre Bürger*innen brauchen aber auch deutlich mehr autofreie Zonen. Gerade in der Saarbrücker Innenstadt ist die Lärm- und Stickoxid-Belastung besonders dort, wo viele Autos fahren, sehr hoch. Die betroffenen Anwohner müssen dies tagtäglich hinnehmen. Bereits an den Grenzwerten treten gesundheitlich negative Auswirkungen auf, wenn Menschen dauerhaft Schadstoffen ausgesetzt seien.”, so Torsten Reif

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