14.06.2017 | Raumsituation an Grundschulen: kein Denkverbot für neue Schulstandorte

Die Landeshauptstadt wird in den kommenden Monaten eine Containeranlage als temporären Ausbau der Grundschulen Weyersberg und Wallenbaum aufstellen. Die Saarbrücker Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen sieht die kurzfristige Erweiterung zur Linderung der Raumknappheit als dringend notwendig an. Diese Maßnahmen dürfen aber nicht zum Dauerzustand werden.

„Die Raumsituation kann so nicht bleiben. Um dem großen Platzbedarf überhaupt nachzukommen, sollen nun Container aufgestellt werden. Das ist natürlich besser als nichts, aber eine echte Dauerlösung kann das nicht sein. Wir alle wollen, dass die Kinder in unseren Schulen genügend Platz zum Lernen haben und ebenso, dass es genug Platz zum Spielen, Toben aber auch Rückzugsmöglichkeiten für Ruhe und Hausarbeiten gibt. Deshalb unterstützen wir diese kurzfristige Maßnahme. Mittelfristig muss aber die Grundschule Weyersberg durch einen zusätzlichen Grundschulstandort entlastet werden.”, erklärt Karin Burkart, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion.

Mit der Erweiterung und der geplanten Ertüchtigung des Schulhofes der Weyersberg-Grundschule unternimmt die Verwaltung weitere Schritte in Richtung Verbesserung des Schulangebots. Die Grünen erwarten steigende Schülerzahlen für die kommenden Jahre und setzen sich für eine zügige Ausweitung der Kapazitäten ein.

“Die Landeshauptstadt ist in der Pflicht, nicht nur die vorhandenen Kapazitäten zu erweitern sondern auch neue zur Verfügung zu stellen, wenn die Nachfrage derart steigt. Hier müssen alle Verantwortlichen frühzeitig auf den kommenden Bedarf vorbereitet sein. Wer die Entwicklungen zukünftiger Schülerzahlen verschläft, kommt später in schwieriges Fahrwasser. Dann ist es meist zu spät und es müssen Notlösungen her, die mehr Kosten verursachen. Deshalb ist es jetzt umso wichtiger, dass auch über neue Schulstandorte in der Landeshauptstadt nachgedacht wird. Wir Grüne erwarten dabei auch, dass das Land sich entsprechend an diesen Maßnahmen beteiligt und die Landeshauptstadt nicht mit dieser schweren Aufgabe alleine gelassen wird. Hier kann sich niemand aus der Verantwortung ziehen”, so Karin Burkart abschließend.

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