01.06.2017 | Tempo 30: Mehr Wohn- und Lebensqualität für Saarbrücken

Saarbrücken, 01.06.2017. Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen sieht in der Einführung der neuen Tempo-30-Zonen in Saarbrücken eine Verbesserung der Mobilität und der Lebensqualität für die Landeshauptstadt. Die Umsetzung der Empfehlungen aus dem Lärmaktionsplan ist der nächste Schritt, um die von gesundheitsgefährdendem Verkehrslärm geplagten Saarbrücker*innen spürbar zu entlasten.
Wohnen und Leben in Saarbrücken bleiben attraktiv

Geschwindigkeitsreduzierung führt zu spürbaren Effekten im Bereich der Lärmreduzierung. Sensible Punkte in der Innenstadt, aber auch in den einzelnen Stadtteilen werden durch die eingeleiteten Maßnahmen profitieren.
Nichtsdestotrotz muss der Lärmschutz in der Stadt weiter ausgebaut werden, damit Wohnen und Leben in Saarbrücken attraktiv bleiben. Sowohl der Lärmaktionsplan als auch der Verkehrsentwicklungsplan geben hier gute Richtlinien vor, welche Straßenzüge dringend entlasten werden müssen.

“Eine Reduzierung des Tempolimits von 50 km/h auf 30 km/ fühlt sich für die Betroffenen wie eine Halbierung des Verkehrsaufkommens an. Das ist deutlich hörbar und spürbar. Gerade jetzt im Sommer, wenn die Fenster auch nachts mal offen gelassen werden, merken die Menschen den Verkehrslärm umso deutlicher. Diese Anpassung ist dann für sie eine willkommene Verbesserung.”, sagt Claudia Willger, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion.

Erhöhung der Sicherheit und Verbesserung des Verkehrsflusses

Die neuen Tempo-30-Zonen bringen zudem eine Erhöhung der Verkehrssicherheit. Studien zeigen, dass solche Geschwindigkeitsbegrenzungen sowohl die Anzahl als auch die Schwere der Verkehrsunfälle deutlich reduziert.

“Tempo 30 kann Leben retten und schwere Verletzungen bei Zusammenstößen mit Fußgänger*innen und Radfahrer*innen vermeiden. Alle Untersuchungen, die nach der Einführung von Tempo-30-Abschnitten durchgeführt wurden, belegen einen Rückgang der Unfallzahlen und der Zahl der Getöteten und Schwerverletzten. Tempo 30 ermöglicht Fußgängern ein gefahrloses Überqueren der Fahrbahn. Zudem könnten Autofahrer bei verminderter Geschwindigkeit besser auf Unvorhergesehenes reagieren. Mir ist aber auch klar, dass Tempo 30 gerade von einer Vielzahl von Autofahrern als Zumutung empfunden wird und die Reduzierung gefühlt mit einem großen Zeitverlust für die Verkehrsteilnehmer verbunden ist. Deshalb möchte ich noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Fahrzeiten sich in den besagten Straßenabschnitten nur minimal erhöhen. Auf der anderen Seite ist ein besserer Verkehrsfluss zu erwarten. Insofern begrüßen wir die Maßnahmen ausdrücklich und hoffen, dass sie gerade den Anwohnern eine merkliche Verbesserung ihrer Situation bringen.”, erklärt Torsten Reif, Fraktionsvorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher.

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