16.02.2017 | Umbau Ludwigsparkstadion: Anteil der Landeshauptstadt darf nicht erhöht werden

Mit der grünen Stadtratsfraktion wird der vereinbarte städtische Kostenanteil am neuen Ludwigsparkstadion nicht erhöht werden. Die Stadtverwaltung hat heute in einer Pressekonferenz erklärt, dass die Kosten für den Bau des kompletten Stadions den gesteckten Rahmen von 20 Mio. Euro voraussichtlich um weitere 8 Mio. übertreffen werden. Die Ergebnisse der gelaufenen Ausschreibung für Haupt- und Osttribüne übertreffen die Kostenplanung für diese Module bereits erheblich. Man muss davon ausgehen, dass auch die noch ausstehenden Module erheblich teurer werden. Aus diesem Grund wurde am heutigen Tag die neue Kalkulation vorgestellt. 

„Der Umbau des Stadions wurde vom Stadtrat in der vorigen Legislaturperiode auf den Weg gebracht. Man kann sich sicher darüber streiten, ob sich die Stadt angesichts der sehr knappen Kassen diesen Luxus wirklich leisten soll. Allerdings beträgt der städtische Anteil laut der bisherigen Planungen lediglich 5,3 Mio Euro. Den Großteil der Baukosten übernimmt das Land. Das Risiko von Kostensteigerungen wurde von vorneherein berücksichtigt, indem die Planungen für das Stadion modular angelegt waren. Genau daran muss sich der Rat jetzt auch halten. Die angekündigte Kostensteigerung für den Umbau des Ludwigsparks darf nicht dazu führen, dass der städtische Haushalt höher als geplant belastet wird.“ erklärt Torsten Reif, baupolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion. Vor dem Hintergrund der Haushaltslage der Landeshauptstadt sehen die Grünen derzeit keinen Spielraum, um den städtischen Anteil von 5,3 Mio EUR zu erhöhen.

„Es ist nun Aufgabe der Stadt und des Landes, sich um private Investoren zu bemühen.”, sagt Torsten Reif weiter. Die Grünen erwarten von der Verwaltung nun, dass zeitnah ein neuer Fahrplan vorgelegt wird.

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