15.02.2017 | Das Gesundheitssystem kränkelt

Wir alle wünschen uns eine wohnortnahe ambulante und stationäre medizinische Versorgung auf hohem Niveau. Saarbrücken ist mit seinen verschiedenen Krankenhäusern da noch vergleichsweise gut aufgestellt. Dabei wird leicht vergessen, dass zur Versorgung nicht nur Gebäude, Infrastruktur und die modernsten technischen Geräte gehören. Erst wenn man selbst oder Angehörige auf diese medizinische Hilfe angewiesen sind, wird einem bewusst, dass die Menschen, die im Gesundheitssystem arbeiten, der entscheidende Faktor sind. Insbesondere die Pfleger*innen, die rund um die Uhr Dienst an hilfsbedürftigen Patienten leisten, sind hier zu nennen. Sie haben neben der täglichen Arbeit oft mit widrigen Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Eine niedrige Bezahlung, immer steigende Patienten-Pfleger*innen-Relationen, erhöhter Bürokratieaufwand und die oft geringe Wertschätzung machen den Beruf zunehmend unattraktiv. Schlimmer noch – die psychischen und physischen Belastungen führen nicht selten dazu, dass die, die Kranken helfen sollen, selber erkranken. Dies ist eine Abwärtsspirale, die endlich durchbrochen werden muss. Dass man diese Problematik nicht in einer Kommune alleine lösen kann, ist klar. Wir Grünen setzen uns deshalb auf allen politischen Ebenen dafür ein, das Gesundheitssystem so zu reformieren, dass es wieder mehr seinem ursprünglichen Zweck dient – dem Menschen! (Wochenspiegel-Kolumne „Die Stadtratsfraktionen informieren“ | KW 7 | Simone Wied)

 

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