18.03.2015 | Kinderschicksale in bewaffneten Konflikten

Nachrichten über Kriege und Vertreibungen erreichen uns nahezu täglich. Hinzu kommen die von der Weltöffentlichkeit unbemerkten bewaffneten Konflikte. Weltweit sind dadurch so viele Menschen betroffen wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr. Etwa 40 Flüchtlinge kommen pro Monat bei uns in Saarbrücken an, ein winziger Bruchteil überhaupt in Deutschland. Der allergrößte Anteil findet in den angrenzenden Staaten Zuflucht. Die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder. Nach Angaben von UNICEF sind es alleine in Syrien 14 Mio. Kinder, also mehr Kinder als bei uns in Deutschland überhaupt leben. Was Flucht und Vertreibung für diese Kinder konkret bedeutet, können Sie bis zum 2. April in der Wanderausstellung von World Vision im Saarbrücker Rathaus erfahren. Diese Ausstellung lässt niemanden unberührt: Die Schicksale von Kindern, die keinen Alltag mehr haben und oft ganz auf sich alleine gestellt sind im Kampf um das tägliche Überleben, gehen unter die Haut. Es wird sehr deutlich, dass wir hier noch sehr viel mehr tun müssen, um schwer traumatisierten Menschen Perspektiven und Hoffnung zu geben, hier in Saarbrücken – aber besonders auch vor Ort. Hinschauen und Handeln ist mehr denn je gefragt!(Wochenspiegel-Kolumne „Die Stadtratsfraktionen informieren“ | Autorin: Claudia Willger)

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