13.02.2015 | Grüne: Kulturstadt Saarbrücken nicht in Gefahr

Saarbrücken, 13.02.2015. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat der Landeshauptstadt, Timo Lehberger, zeigt sich erfreut über die enorme Resonanz der Kulturszene auf die Entscheidung der rot-rot-grünen Koalition die Stelle des Beigeordneten für Bildung, Kultur und Wissenschaft nicht wieder zu besetzen:
„Das große Engagement der Kulturschaffenden zeigt deutlich, welche Potenziale die Kulturstadt Saarbrücken vorweisen kann. Es ist nun an uns Verantwortungsträgern, die Befürchtungen und Sorgen ernst zu nehmen, die Debatte zu versachlichen und durch gute Argumente darzulegen, dass der kulturelle Bereich keinesfalls unter der getroffenen Entscheidung leiden wird.
Gerade für die Grüne Fraktion ist Kulturförderung ein Standortfaktor und ein entscheidendes Kriterium für die Lebensqualität unserer Stadt. Dementsprechend wird es mit uns weder Einschnitte bei den Mitteln für die kulturellen Projekte noch bei den Fachmitarbeiterinnen und -mitarbeitern geben.
Einzig sinnvoller Weg ist daher die Einsparung eines Beigeordneten und die Umstrukturierung der vorhandenen Mischdezernate. Genau hierfür hat sich unsere Koalition entschieden. Entgegen der geäußerten Kritik hatte die Landeshauptstadt auch bislang keinen Kulturdezernenten, der nun eingespart wird. Die Überwachungs-, Koordinations- und Repräsentationsaufgaben des bisherigen Beigeordneten in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und auch Kultur werden nach einem möglichst effizienten und intelligenten Neuzuschnitt der Dezernate von einem anderen Mitglied der Verwaltungsspitze übernommen.
Selbstverständlich bedeutet das einen Mehraufwand für die betroffenen Beigeordneten, bietet aber auch Chancen. So kann das vielfältige kulturelle Angebot der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam, die sich bei 160.000 Einwohnern nur drei Beigeordnete leistet, Beleg dafür sein, dass Kultur nicht unter einer schmalen Verwaltungsspitze leiden muss. Kulturelle Vielfalt entsteht eben nicht aus der Verwaltung heraus. Kreativität, engagierte Kunstschaffende und ein kulturfreundliches Klima sowie genügend Mittel sind entscheidend.
Die aktuelle Debatte zeigt eindrucksvoll, welch wirklich großes Potenzial an kulturell engagierten Bürgerinnen und Bürger Saarbrücken hat. Darauf zu achten, dass die Kultur in Saarbrücken auch weiterhin einen hohen Stellenwert genießt und genügend Mittel zur Verfügung stehen, ist unsere Aufgabe der nächsten Jahre.“

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