16.10.2014 | Grüne werten ersten Saarbrücker Integrationsbericht als Vorbild für andere Gemeinden

Saarbrücken, 16.10.2014. Anlässlich der Vorstellung des Ersten Integrationsbericht für Saarbrücken im Stadtrat am 14.10.2014 erklärte die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, Claudia Willger:

„Der Integrationsbericht zeigt, wie wertvoll die Bemühungen der Landeshauptstadt auf diesem Gebiet sind. Die Integration von Migrantinnen und Migranten ist eine ressortübergreifende Aufgabe. Mit diesem Bericht ist die Stadt auf dem Weg zum ‚großen Wir’.

Die Untersuchung zeigt auf, wie wichtig diese Problematik insbesondere in den Stadtteilen Malstatt, Burbach und Brebach ist. Zugleich betont sie die Bedeutung des Projekts Soziale Stadt in diesen Gebieten und liefert gute Anhaltspunkte für den Erhalt der Mittel, die in diese Projekte fließen.

Die Trends bei weiblichen Migrantinnen machen Mut. Hier offenbart der Bericht ein gestiegenes Selbstbewusstsein. In den Beratungsstellen und Einrichtungen ist in den vergangenen Jahren zu beobachten, dass viele Migrantinnen besser über ihre Rechte und Beratungsmöglichkeiten informiert sind und der Wunsch berufstätig zu werden gestiegen ist. Insgesamt müssen wir in der Gesellschaft an unserer Willkommenskultur arbeiten. Diese darf nicht nur für hochqualifizierte Fachkräfte gelten, sondern muss alle Migrantinnen und Migranten, die in unsere Stadt ziehen, umfassen.

Die politische und bürgerschaftliche Partizipation begrüßen wir. Das hohe Engagement in Selbstorganisation stellt eine wichtige Brückenfunktion für neu zugewanderte Landsleute dar.

Mit der Vorlage des Integrationsberichts erfüllt Saarbrücken eine Vorbildfunktion. Das Thema sollte von anderen Städten und Gemeinden im Saarland aufgegriffen werden, mit dem Ziel eigene Untersuchungen auf den Weg zu bringen.

Wir sind gespannt auf den nächsten Bericht, der eine Fortschreibung der positiven Entwicklung darstellen soll.“

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