30.05.2012 | Mit dem tram-train zum DFG?

Kennen Sie die größte Gartenanlage des Saarlandes? Ein Spaziergang am Sonntag hat Sie sicher schon in den deutsch-französischen Garten (DFG) geführt. Als Zeichen der Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich wurde er in den späten 50iger Jahren gärtnerisch angelegt. Nach den Kriegsgräueln von 1870/71 um die Spicherer Höhen und nach dem 2. Weltkrieg sollte die neue dt. – frz. Freundschaft mit einer Gartenschau bekundet werden.
Diese Gartenarchitektur lockt immer wieder Interessierte an. Mit einer Ausdehnung von rund 50 ha hat der DFG ein Alleinstellungsmerkmal von unschätzbarem Wert. Diverse Freizeiteinrichtungen, Gastronomie und die unterschiedliche gärtnerische Gestaltung bieten Raum für jeden Besucher.
Im letzten Stadtrat wurde das neue Tourismuskonzept für den DFG beschlossen. Dieser Vorschlag soll mit dem nächsten Zuwendungsantrag für die Maßnahmen im Umfeld des Lesepavillons eingereicht werden. Man muss als Hintergrund wissen, dass sich die Rahmenbedingungen für den Erhalt von Zuwendungen aus der Tourismusförderung deutlich verschärft haben. Da die Besucherzahlen erfreulicherweise in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind, haben alle vertretenen Parteien dem umfangreichen und hochwertigen Konzept zugestimmt.
Wobei für uns Grüne auch das Augenmerk darauf liegen wird, wie sich die verkehrliche Situation verbessern lässt. Wir könnten uns hier eine Anbindung an den tram-train vorstellen, eine geplante Bahn im französischen Rosseltal, die die Eisenbahnstrecken wieder beleben und somit die Region künftig besser vernetzen soll. Damit gäbe es eine wirkliche Alternative zum Individualverkehr und lästiges Parkplatzsuchen würde den Sonntagsausflug nicht mehr stören.

Karin Burkart

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