23.05.2012 | Auch Saarbrücken braucht die Wende

Strom, Wasser und Wärme brauchen alle. Wie man die Versorgung mit diesen Grundgütern organisiert ist allerdings keine einfache Frage. Nicht nur das Hin und Her der schwarz-gelben Regierung beim neuen bundesweiten Energiekonzept wie auch die daraus folgende Infragestellung der Macht der Stromkonzerne zeigen, in welchem Geflecht man sich bewegt.
Und was hat das mit der Stadt zu tun? Viel. Die Landeshauptstadt muss ein starkes Interesse haben die Wende hin zu Erneuerbaren Energien (EE) zu nutzen. Denn die Energiewende in Deutschland wird nur gelingen, wenn sie dezentral organisiert wird. Und das heißt, den großen Strommonopolisten mit ihren Großkraftwerken Paroli zu bieten.
Ein zweiter wichtiger Faktor wird die Renaissance der kommunalen Stadtwerke sein. Nur im Zusammenspiel der Politik mit der kommunalen Wirtschaft wird die Energiewende gelingen. Wir wollen Strom und Wärme aus EE, ökologisch, sicher und kostengünstig. Dank Ökostrom sind an der Leipziger Strombörse die Preise auf dem tiefsten Stand seit fünf Jahren. Dass die BürgerInnen dennoch tiefer in die Tasche greifen müssen, hat nichts mit der Energiewende zu tun. Aber viel mit der unsäglichen Umverteilungspolitik der konservativ-liberalen Bundesregierung, die die Preise für die Haushalte nach oben treiben. FDP Minister Rösler macht der Industrie ein Geschenk nach dem anderen und die Kosten dafür zahlen die VerbraucherInnen.
Wie wir mit EE, mit Kraft-Wärme-Kopplung, Energieeffizienz weg vom Öl kommen diskutieren wir am 29. Mai in unserem grünen Hearing. “Prima Klima für die Stadt“ . Kommen Sie und diskutieren Sie mit uns über die neue ökologische Energiepolitik. Sie sind herzlich eingeladen, 18.00 Uhr im Rathausfestsaal.

Thomas Brück

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