29.08.2012 | Kooperationsjahr Kindergarten-Grundschule weiterentwickeln

2010 wurde das Kooperationsjahr Kindergarten-Grundschule vom damaligen grünen Bildungsminister Kessler ins Leben gerufen, um den Kindern durch die spielerische Unterweisung von GrundschullehrerInnen und ErzieherInnen den Übergang in die Schule zu erleichtern.
Die LHS ist mit fünf Kitas am Modellprojekt beteiligt und die positiven Rückmeldungen der Kita-Fachkräfte und Kita-Eltern machen deutlich, dass das Kooperationsjahr qualitativ wie quantitativ weiterentwickelt werden muss. Aktuell wie zukünftig teilnehmende Kitas müssen entsprechend personell aufgestockt werden, um weiterhin gute Arbeit leisten zu können.
Von allen beteiligten städtischen Kitas wird einhellig die Zusammenarbeit im Kooperationsjahr als großer Gewinn für die einzelnen Kinder und deren Familien beurteilt. Die Kinder erleben den Übergang zur Schule selbstsicherer und angstfreier und die Teilnahme ist gleichzeitig ein Betrag für mehr Chancengleichheit. Und kommt damit besonders Kindern aus sozial benachteiligten Familien sowie mit Migrationshintergrund zugute.
Diese durchweg positiven Auswirkungen werden vom neuen Bildungsminister Commercon (SPD) auch nicht bestritten. Ganz im Gegenteil: öffentlich bezeichnete er das Kooperationsjahr als eine wunderbare Sache. Lobende Worte kamen in der Vergangenheit auch von der Arbeitskammer des Saarlandes wie auch von der Landeselterninitiative.
Deshalb ist es für uns nicht nachvollziehbar, wieso dieses Superprojekt nicht ausgedehnt wird, damit landesweit alle Kindergartenkinder sukzessive an den positiven Ergebnissen teilhaben können. Will man die Ungerechtigkeit in der vorschulischen Bildung angehen, darf eben nicht beim erfolgreichen Kooperationsjahr gespart werden.

Karin Burkart

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