29.02.2012 | Gesunde Schulverpflegung wird immer wichtiger

Kaum Vollwert, fader Geschmack, zu wenig Vitamine: Die Verpflegung in deutschen Schulkantinen taugt nicht viel – wie eine Studie gerade wieder festgestellt hat. Dabei gibt es immer mehr SchülerInnen, die darauf angewiesen sind. Jetzt will ein Sterne- und Fernsehkoch für ein Gymnasium eine Mensa betreiben – mit Frischem aus Region und Saison.
Dies war vor kurzem unter der Überschrift „Das Kind muss essen“ einer Sonntagszeitung zu entnehmen. Gute Ernährung in der Schule – oftmals Fehlanzeige. Ernährungswissenschaftler der Hochschule Niederrhein haben in den vergangenen fünf Jahren knapp 200 Schulen untersucht und kamen zu einem niederschmetternden Ergebnis. Viele SchülerInnen kommen morgens ohne Frühstück zur Schule, Kinder und Jugendliche sind übergewichtig, leiden bereits in jungen Jahren an Bluthochdruck oder Diabetes. Sie plädieren für Großküchen, die die Mahlzeiten für mehrere Schulen zubereiten und anschließend gekühlt oder schockgefroren ausliefern, damit auf dem Transport nicht Geschmack und Vitamine verloren gehen. Das Essen müsste nur zu Ende gegart werden.
Was hat das alles mit Saarbrücken zu tun? Nun, unsere Fraktion beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit diesem Thema. Im letzten Stadtrat wurde entschieden, eventuell frei werdende Mittel aus dem bundesweiten Bildungs- und Teilhabepaket für das Projekt „Beitragsfreie Mittagessen an Grundschulen“ zur Verfügung zu stellen. Sobald hier belastbare Berechnungen vorliegen, werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, eine Lösung zu finden, dass vorrangig der Elternbeitrag für alle zuschussberechtigten SchülerInnen an Saarbrücker Ganztagsschulen übernommen wird und nicht nur innerhalb der derzeitigen Projektschulen.

Karin Burkart

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