26.09.2012 | Mehr als gewohnt

Städte sind Orte von Gemeinschaft, wirtschaftlicher und ökologischer Innovation, Kreativität und Wertschöpfung. Es müssen aber auch Fragen von Erwerbslosigkeit, Verdrängung, Ausgrenzung und demografischem Wandel bewältigt werden. Manch ärmere BewohnerInnen werden aus begehrten Stadtteilen verdrängt, sobald diese für den Immobilienmarkt interessant werden.
Dieser Entwicklung muss die Landeshauptstadt wirksam begegnen. Dafür haben wir u.a. die städtische Immobiliengruppe. Sie ist das entscheidende Regulativ im ansonsten privaten Immobiliengeschäft. Und dieser Tochtergesellschaft gilt es den Rücken zu stärken. Den immer mal wieder aufflammenden Diskussionen um Privatisierung des größten Saarbrücker Immobilienbesitzes haben wir ständig Paroli geboten. Das wird auch so bleiben. Denn die „Siedlung“ betreibt ja nicht nur Wohnungsvermarktung. Sie ist auch ein wichtiger Bestandteil städtischer Planungs- und Sozialpolitik. Beispiele gefällig?
Gemeinwesenarbeit: Die Immobiliengruppe unterstützt diese mit jährlich 300.000 €. Seniorenarbeit: Auf dem Eschberg engagiert man sich bei der Seniorenhilfe. Obdachlosigkeit: Menschen, die woanders keine Wohnung finden werden von der Siedlungsgesellschaft versorgt. Schülerhilfe. Auf dem Rodenhof ist der Verein „Multi-Kulti“ mietfrei in den Räumen der städtischen Tochtergesellschaft. Und Und Und.
Aber auch nicht zuletzt durch das umfangreiche Erneuerungs- und Sanierungsprogramm werden große Investitionen in die Zukunft Saarbrückens bereitgestellt. Das kommt den MieterInnen zugute und der regionalen Wertschöpfung.
Das alles ist gut so. Den MitarbeiterInnen, aber auch der aktuellen Geschäftsführung, möchte ich auf diesem Weg dafür mein Lob aussprechen.

Thomas Brück

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