19.09.2012 | In Dudweiler bewegt sich was

Unter diesem Slogan wurden vor 7 Jahren gezielt die sportlichen Aktivitäten in Dudweiler gebündelt und forciert. Damals bildeten sich mehrere Initiativen, weil man bereits bei Kleinkindern Bewegungsmängel festgestellt hatte. Die Früchte dieser Arbeit werden jährlich bei der Sportlerehrung im Dudweiler Bürgerhaus gewürdigt.
Dieser positiven Entwicklung im sportlichen Bereich stehen allerdings viele negative Zahlen gegenüber. Vergleicht man die Eckdaten in Dudweiler zur sozialen Situation mit denen der Gesamtstadt, so zeigt sich dringender Handlungsbedarf. Ein erster Schritt in die richtige Richtung war die Einberufung eines Workshops, an dem VertreterInnen der unterschiedlichsten Institutionen teilnahmen sowie eine Bestandsaufnahme zur sozialen und ökonomischen Situation.
Auffällig dabei sind folgende Daten: Bevölkerungsabnahme (1,1 %) im Vergleich zu einem Wachstum in Saarbrücken (0,4 %). Mit 58,9 % ein hoher Anteil an Singlehaushalten – Gesamtstadt 53,8 %. Bei den 15- bis 64-Jährigen gibt es nur 37,2 % Sozialversicherungspflichtige (Gesamtstadt 44,7 %). Daraus lässt sich eine höhere Arbeitslosenquote ablesen. Mit 47,5 % lebt beinahe jedes zweite Kind in einer Familie, die Leistungen nach SBG II erhält (Gesamtstadt 30,8 %).
Um diesem Trend entgegen zu wirken und eine Verbesserung herbeizuführen, benötigt Dudweiler professionelle Hilfe, damit bestehende Strukturen besser vernetzt und neue geschaffen werden können.
Seit vielen Jahren sprechen wir uns für die Einrichtung eines Gemeinwesenprojektes aus. Als erster Schritt auf diesem Weg wird sich der Regionalverband um die Einrichtung eines Kinderhauses bemühen. Weitere Schritte sind erforderlich, damit sich noch mehr bewegt.

Karin Burkart

Verwandte Artikel