20.06.2012 | Kooperationsjahr muss weitergehen

Der ehemalige saarländische Bildungsminister Kessler (Grüne) hat es 2010 ins Leben gerufen: das Kooperationsjahr Kindergarten-Grundschule. Im letzten Kindergartenjahr werden die Kinder mit ihrer zukünftigen Grundschule vertraut gemacht. ErzieherInnen und LehrerInnen planen gemeinsamen Kooperationsaktivitäten: spielerisch und altergerecht werden die Kinder auf die Herausforderungen der Schule vorbereitet.
Ein Superprojekt, das auch von der Arbeitskammer und der Landeselterninitiative ausdrücklich begrüßt wurde. Es kam so gut an, dass zum Schuljahr 2011/2012 eine Ausweitung stattfand und sich derzeit 38 Grundschulen und 100 Kindergärten beteiligen.
Darunter auch 5 städtische Kitas: Scheidt, Lindenhof, Grüneich, Rußhütte und Alt-Saarbrücken. Und der Stadtrat hat im Januar die Fortsetzung beschlossen. Dann kam der Regierungswechsel zur großen Koalition von CDU und SPD und zum Schuljahr 2012/13 fand keine Ausweitung statt, im Gegenteil das Pilotprojekt wurde auf Eis gelegt. Das Projekt wurde überprüft und das Prüfergebnis soll in Kürze den Trägern des Kooperationsjahrs vorgestellt werden. Da können wir nur hoffen, dass das Prüfergebnis auch die Realität widerspiegelt: es gab einen eindeutigen Zugwinn für die Kinder und auch von den städtischen Kita-Fachkräften wie auch den betroffenen Eltern kamen positive Rückmeldungen. Einhellig wird die Zusammenarbeit als großer Gewinn für die einzelnen Kinder und deren Familien beurteilt. Die Kinder erleben den Übergang zur Schule selbstsicherer und angstfreier und die Teilnahme ist gleichzeitig ein Betrag für mehr Chancengleichheit.
Da kann es nicht sein, dass solche guten Ansätze gekippt werden, nur weil ein Ministerwechsel stattgefunden hat.

Karin Burkart

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