10.10.2012 | Atomkraft – Nein Danke

Ständige Störfälle in den noch laufenden Atomkraftwerken lassen auch die ehemaligen BefürworterInnen dieser Energie nach Alternativen suchen. Als natürliche, kostenlose Ressourcen bieten sich Sonne und Wind an. Dass in unseren Breiten die Windenergie noch einiges Potenzial zu bieten hat, obwohl wir nicht an der Küste wohnen, hat bereits im Mai 2011 seinen Niederschlag in einem Papier gefunden, das dem Umweltausschuss vorgestellt wurde. Erklärtes Ziel des Saarlandes ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 auf 20% zu erhöhen. Deshalb sollen gemäß Landesentwicklungsplan künftige Windkraftanlagen als privilegierte Anlagen auch außerhalb der bisher geltenden Vorranggebiete zulässig sein. Natur-, Freiraum-, Hochwasserschutz, Flora-Fauna-Habitate, Vogelschutzgebiete, all dies gilt es dennoch zu berücksichtigen.
Dabei ist klar, dass die Möglichkeiten im Großraum Saarbrücken durch die enge Bebauung begrenzt sind. Zur Beurteilung der Ansiedlungsfähigkeit von Windkraftanlagen ist deshalb ein transparenter und nachvollziehbarer Kriterienkatalog notwendig. Ziel muss es ein, eine Begründung zu liefern, warum an dieser Stelle eine WKA sinnvoll ist. Von wem und wie dieser Katalog in Auftrag gegeben, welche Methodik angewendet wird, sind verschiedene Gutachter damit befasst, welche Vorgaben werden gemacht, wie ist der Sachstand, welche Fragestellungen erfolgen – hier tut sich ein immenser Informationsbedarf auf. Die Befragung der BürgerInnen sollte auf Grundlage dieser Ergebnisse erfolgen, um kein verfälschtes Bild zu erhalten. Die Befragung darf nicht suggestiv zur Verhinderung von WKA auffordern.
Denn es geht letztendlich um die Frage Atomreaktor oder Windrad.

Karin Burkart

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