29.04.2009 | Car-Sharing

Car-Sharing ist in Saarbrücken noch viel zu wenig bekannt. Damit wir ökologisch an Fahrt gewinnen können, muss sich hier unbedingt etwas ändern. Gerade mit Car-Sharing können die verschiedenen Verkehrsmittel sinnvoll miteinander vernetzt und je nach Bedarfssituation ganz flexibel genutzt werden. Dabei gestaltet sich die Nutzung der Fahrzeuge denkbar einfach und kundenfreundlich. Wichtig ist für eine breite Akzeptanz, dass möglichst viele Stellplätze vorhanden sind.

Deshalb freuen wir uns, dass Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer zugesagt hat, in der Innenstadt einen weiteren Stellplatz zur Verfügung zu stellen. Die ist ein Schritt in die richtige Richtung, optimal wäre jedoch ein flächendeckender Ausbau auch in den Stadtteilen. Das Car-Sharing-Konzept rechnet sich ökonomisch und ökologisch. Der Kauf eines Neuwagens ist trotz Abwrackprämie für viele auf Dauer kein „Schnäppchen“. Für diejenigen, die weniger als 10.000 km im Jahr unterwegs sind und das Fahrzeug nicht jeden Tag brauchen, ist Car-Sharing günstiger als ein eigenes Auto.

Für die Innenstadt hat Car-Sharing den Vorteil, dass insgesamt weniger Parkplätze benötigt werden und der frei werdende Platz hochwertiger genutzt werden kann. So ersetzt ein cambio-Car fünf bis sieben private Fahrzeuge in der Stadt. Weiterer Vorteil für die Umwelt: Die neueste Generation der Fahrzeuge hat einen CO2-Ausstoß unter 100 g/km. Wir würden es begrüßen, wenn die Saarbrücker Stadtverwaltung für Dienstfahrten auf Car-Sharing umstellen würde. In anderen Städten wie z.B. Hamburg oder Bremen hat die Mitgliedschaft von Behörden und Firmen dazu beigetragen, dass Car-Sharing über eine wesentlich attraktivere Fahrzeugflotte verfügen kann. Damit würden alle übrigen NutzerInnen dieses Angebotes hiervon profitieren. Die Stadt Saarbrücken würde so mit gutem Beispiel voran gehen und könnte eine Vorreiterrolle einnehmen.

Claudia Willger-Lambert

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