19.05.2009 | Stadtbad

Nach den letzten Monaten des Wartens und der Fristverlängerung – gegen unsere Stimme – bis zum 30 Mai, haben sich unsere Befürchtungen bestätigt: Die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) hat trotz der Beteuerung, sich beim „Berichtswesen Stadtbad“ zu bessern, nichts dergleichen getan. Statt konkreten Informationen nur unvollständige Planungen und Konzepte, die vieles an Wünschen offen lassen und mehr Fragen aufwerfen als beantworten. Dabei müssten wir bei Beachtung der vom Stadtrat vorgegeben Zeitschiene jetzt schon längst bei einreichbaren Genehmigungsplanungen sein, stattdessen ist immer noch die Rede von Skizzen und Entwürfen. Die LEG hat damit gezeigt, dass sie zur Entwicklung des Stadtbadareals der ungeeignete Partner ist. Was sich hier seit vier Jahren abspielt, ist ein absolutes Trauerspiel.

Die LEG hat zu keinem Zeitpunkt den Nachweis erbracht, dass sie in der Lage ist, das Stadtbadareal qualitativ hochwertig zu entwickeln. Die Entwürfe zeugen architektonisch und konzeptionell von wenig Kreativität und Gespür dafür, wie eine innerstädtische Adresse aussehen sollte. Für uns gilt: Markenentwicklung Fehlanzeige. Ein roter Faden ist bei der konzeptionellen Ausführung nicht zu erkennen. Da ist die Rede von Betreutem Wohnen, hochwertigen Appartements oder auch Studentenappartements. Wo da der Zusammenhang liegt, ist uns schleierhaft, ebenso wie dieser Mix den Stadtteil ankurbeln soll. Auch die Verkehrsführung entlang des Gebäudes wurde nicht bedacht. Für uns ist die Konsequenz aus dem Planungsdesaster klar: Die LEG muss nach dem 31.05.09 von ihren Aufgaben entbunden werden. Über die Objektentwicklung und das dazugehörige Viertel muss komplett neu nachgedacht werden. Auch von Seiten der Stadt gilt es die Frage zu beantworten, ob man, -bevor man einen neuen Anlauf unternimmt- die ganze Stadtteilentwicklung, insbesondere die Verkehrsführung, neu überdenkt.

Thomas Brück

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