18.03.2009 | Bauhaus-Gelände in der Mainzer Straße

Bei vielen städtischen Projekten fordern Bürgerinnen und Bürger immer wieder und völlig zu Recht Beteiligungen ein: Sie wollen bei der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensumfelds mitsprechen. Wir unterstützen dies ausdrücklich und setzen uns für eine effektive Bürgerbeteiligung ein. So auch in der Mainzer Straße: Vor dem neuen Einkaufszentrum, das auf dem ehemaligen Bauhaus-Gelände entstehen soll, unterstützen wir die Forderung nach einem kombinierten Park- und Quartiersplatz, bei dessen Gestaltung Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen sind. Innerstädtisches Wohnen wird nur so wirklich attraktiver. Wir hätten uns gewünscht, dass an dieser Stelle direkt auch neuer Wohnraum entsteht. Aber wegen eines positiven Vorbescheides zur Umnutzung in ein Einkaufszentrum, den der frühere CDU-Baudezernent bereits vor fünf Jahren erteilt hat, ist dies rechtlich nicht mehr möglich. Dies wurde von uns heftig kritisiert: Die Mähr vom weitblickenden Baudezernenten Ehrmanntraut, der das Wohnen in der Stadt vorangebracht und die Nahversorgung weiterentwickelt hat, wird von der CDU-Stadtratfraktion gerne erzählt. So soll er vor nicht allzu langer Zeit das Bauhaus-Gelände einem Vollsortimenter angeboten haben, um so einen drohenden Engpass in der Nahversorgung auszugleichen. Die Fakten sind andere: Der Concord-Markt in der Mainzerstraße hatte erst im Frühjahr 2006 geschlossen, also zwei Jahre nach Erteilung des jetzt bindenden Vorbescheides. Bedauerlicherweise hat die Stadt Ende 2004/Anfang 2005 darauf verzichtet, einen Bebauungsplan für Wohnnutzung aufzustellen. Damit hat der ehemalige CDU-Baudezernent dieses aktiv verhindert. Doch wir versuchen, das Beste aus dieser Situation zu machen, indem wenigstens der Vorplatz im Sinne der Bürgerinnen und Bürger genutzt wird. Einen entsprechenden Antrag bringen wir in den Bauausschuss ein.

Claudia Willger-Lambert

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