04.02.2009 | Stadtmitte am Fluss

Für die „Stadtmitte am Fluss“ wird 2009 ein ganz wichtiges Jahr. Denn dieses Jahr geht es darum, die Finanzierung des Großprojektes auf solide Beine zu stellen. Wir freuen uns, dass viele Bürgerinnen und Bürger sowie Mitglieder von Vereinen und Verbänden sich an den verschiedenen Bürgerwerkstätten beteiligt haben und ihre Sicht der Dinge eingebracht haben. Der BUND hat sich nun -leider spät- zu Wort gemeldet und teilweise richtige und wichtige ökologische Hinweise gegeben, die von uns selbstverständlich berücksichtigt werden. Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass das Großprojekt zu entscheidend mehr Lebensqualität in der Stadt führt und auch die Chance für eine ökologische Wende bietet. Die Entsiegelung der Flächen, die Reduzierung des Lärms und die Verminderung des Feinstaubes in der Innenstadt werden Mensch und Natur entlasten und für ein angenehmes Klima sorgen. Allerdings sehen wir wie der BUND die Problematik der Verkehrsführung im Bau- und Folgezeitraum des Großprojektes. Für uns ist wichtig, dass mit dem Großprojekt eine umweltgerechte Wende in der städtischen Verkehrspolitik eingeleitet wird. Das bedeutet für uns, dass Busse und Saarbahn optimal mit dem Autoverkehr verknüpft werden müssen und wir ein strategisches Park&Ride-Konzept für den Großraum Saarbrücken brauchen. Denn wenn wir wollen, dass Menschen ihr Auto stehen lassen und auf andere umweltfreundliche Verkehrsmittel umsteigen, müssen wir auch eine entsprechende Angebotsstruktur schaffen. Hier bietet sich schon die Bauphase an, um beispielsweise ein Bus-Shuttlesystem für innerstädtische Wege zu etablieren. Wir werden im nächsten Bau- und Verkehrsausschuss nachfragen, welche Planungen es von Seiten der Verwaltung in diese Richtung gibt. Natürlich messen wir das Projekt auch daran, wie viel grün es letztendlich in die Stadt bringt: Das heißt für uns konkret, dass der derzeitige Baumbestand in der Stadtmitte erhalten und weiter ausgebaut werden muss.

Claudia Willger-Lambert

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