27.02.2013 | Das Viertel wird aktiv

Sind Begriffe wie „Bebauungsplanverfahren“,“ Besonderes Wohngebiet“ oder „Veränderungssperre“ im normalen Bürgeralltag oft theoretischer Natur und eher abschreckend, so macht sich die Initiative Nauwieser Viertel momentan daran, sie mit Hilfe von Experten mit Leben zu füllen. Oder kurz gesagt: die Initiative mischt sich ein! Hintergrund ist die Frage, wie sich das Viertel nach der von der Stadt initiierten Sanierung weiter entwickeln soll: Zu einer gesunden Mischung aus Wohnen, Freizeitgestaltung und Kneipenkultur oder mit einer stärkeren Betonung der gastronomischen Nutzung, welche auch die aktuellen Leerstände im Zentrum des Quartiers beseitigen könnte.
Die Initiative hat diese Fragestellung ernst genommen und sich schlau gemacht.
Im Rahmen eines Mediationsverfahrens haben ca. vierzig AnwohnerInnen an einer Fortbildung teilgenommen und sich in Fragen des Bebauungsplanverfahrens sachkundig gemacht.
Anschließend wurden weitere QuartiersbewohnerInnen mit Hilfe eines Fragebogens nach ihrer Meinung gefragt. Viele BürgerInnen haben sich beteiligt und eine Tendenz ist erkennbar:
Die meisten Befragten wollen, dass Leerstände nicht mit weiteren Kneipen bestückt werden sollen. Allerdings gab es auch Äußerungen, die sich das sehr wohl vorstellen können.
Wir sehen darin ein Plädoyer, dass die Mehrheit der „Viertler“ die Wohnfunktion auch im Bebauungsplan gesichert sehen will.
Oder anders gesagt: Das Leben im Viertel soll nicht nur nachts pulsieren, sondern vor allem auch am Tage.
Im anstehenden Bebauungsplanverfahren wird die Verwaltung mit Sicherheit auch die Ergebnisse der Umfrage im Viertel berücksichtigen.
Wir freuen uns in den Ausschüssen auf eine spannende Diskussion.

Thomas Brück

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