24.04.2013 | Ich bin keine Vegetarierin, aber…

In diesem Jahr stehen wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes an. Wohin werden in den kommenden Jahren die Agrarsubventionen in Milliardenhöhe fließen? Wird der bäuerlichen Landwirtschaft oder der industriellen Vorrang eingeräumt? Werden wir weiterhin die Massentierhaltung und die Maisanbauwüsten fördern oder nehmen wir Rücksicht auf Tiere und unsere Umwelt?
Ehemals gute Ansätze einer Agrarwende werden unter tatkräftiger Unterstützung verantwortlicher Regierungspolitiker systematisch untergraben. Dabei kann jede/r VerbraucherIn mit seiner/ihrer täglichen Kaufentscheidung einen eigenen Beitrag leisten und einer industriellen Landwirtschaft eine Absage zu erteilen. Bei den heutigen globalen Zusammenhängen ist es für die Verbraucher oftmals schwierig, sich zu entscheiden und im Supermarkt stehen keine Antworten auf den Verpackungen. Mit bewusstem Konsum, dem Kauf von regionalen Produkten aus ökologischem Anbau und gemäßigtem Fleischverzehr haben wir es in der Hand, wie die großen Konzerne sich verhalten werden. Der Handel und die Verarbeiter reagieren auf die Nachfrage von Verbrauchern sehr schnell. Entscheidend ist also die Nachfrage.
Essen ist nicht nur lebensnotwendig, sondern besitzt auch eine politische und ethische Dimension. Was hat das Schnitzel auf meinem Teller mit dem Regenwald am Amazonas zu tun? Wie werden die Tiere gehalten? Welche Auswirkungen hat Massentierhaltung auf Hunger und Armut? Gibt es bäuerliche Viehzucht, bei der Tiere und Landflächen aufeinander abgestimmt sind?
Im Ökolandbau liegt das Saarland seit Jahren im Bundesländervergleich an der Spitze. Nutzen wir diese Vorteile für Mensch, Natur und Umwelt.

Karin Burkart

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