21.03.2014 | Rechts- und Wirtschaftswissenschaften müssen bleiben

Der Stadtrat der Landeshauptstadt hat sich im Februar mit einer Resolution zur geplanten Hochschulreform geäußert. In diesen Tagen laufen nun die Anhörungen der unterschiedlichsten Gremien vor dem Landtag und sollten nicht dazu führen, dass am Ende eine Rumpfuni herauskommt.
Ergänzend zu einer Stellungnahme der Landeshauptstadt, in der sie sich als Universitätsstadt darstellt, auf Spitzenforschung hinweist und für ein breites Fächerangebot wirbt, wurde auf Initiative unseres Stadtratsmitglieds Claudia Willger im letzten Stadtrat beschlossen, die Bedeutung der Studiengänge Jura und Betriebslehre in der Anhörung hervorzuheben.
Denn die Schließung der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät wird nicht nur zu einem großen Verlust von Studierenden führen, auch werden die Professoren weiter beschäftigen werden müssen und dies wird kurzzeitig nicht zu gravierenden Einsparungen führen. Für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes ist dagegen beim Wegfall dieser Fakultäten mit Einbußen zu rechnen, da rund ein Drittel der Studierenden betroffen wären. Wenn man davon ausgeht, dass allein für die rund 18.000 Studierenden der Universität sich Umsätze in Höhe von 140 Millionen Euro ergeben, habe ich berechtigte Zweifel an einem großen Gewinn.
Ich sehe die Vorlage des Wissenschaftsrates, deren Erstellung auf Kritik gestoßen ist, als Anregung an. Die Möglichkeit einer sinnvollen Zusammenarbeit unserer verschiedenen Hochschulen sollte durchaus untersucht werden. Die Hochschullandschaft ist eine Bereicherung für die LHS. Erhebliche Drittmittel werden in der Forschung generiert und tragen zum Ansehen der Uni bei. Ganz abgesehen von dem bunten Erscheinungsbild unserer Stadt!

Karin Burkart

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