14.10.2013 | Vor der eigenen Haustür kehren

Muss man sich Sorgen machen um den liberalen Fraktionsvorsitzenden im Saarbrücker Stadtrat?
Anstatt sich selbstkritisch mit dem Zustand seiner Partei zu beschäftigen, verrennt er sich in Attacken gegen die Grüne Stadtratspolitik: Don Quichotte lässt grüßen!
Keine Rede davon, dass die FDP auch in Saarbrücken massiv an Wählerstimmen verloren hat. Kein Hinweis auf die inhaltliche Armut der FDP. Kein Bedauern über das abhanden gekommene Stammwählermilieu insbesondere in den Städten.
Einen Grund hierfür sehen wir in der antiquierten Verkehrspolitik der Liberalen. Wir plädieren stattdessen für moderne Mobilitätskonzepte: weniger Autos in den Städten, bessere Luft und weniger Lärm für die StadtbewohnerInnen, statt mehr Parkplätze brauchen wir attraktive öffentliche Räume und zeitgemäße Wohnkonzepte für die Innenstädte. Wir brauchen Carsharing-Konzepte, die Wiederentdeckung des Fahrrades als Verkehrsmittel und einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr. Es gilt, das heutige hohe Mobilitätsniveau mit anderen Mitteln als mit noch mehr Autos zu sichern. Eine Brötchentaste, um kostenlos zu parken, braucht in der heutigen Zeit wirklich niemand mehr.
In einer Mischung aus Diffamierung, Verleugnung und willkürlich verkürzter und damit verzerrter Darstellung grüner Positionen versucht Fiedler eigenes Versagen zu kaschieren. Dabei ist mittlerweile niemand mehr vor ihm sicher: Die Verwaltung, der politische Konkurrent und auch nicht sein ehemaliger journalistischer Arbeitgeber.
Man muss sich tatsächlich Sorgen machen um jemand, der Gefahr läuft, die gesellschaftlichen und politischen Realitäten vollkommen zu verleugnen und sich selbstverliebt in rhetorischen Spiegelfechtereien zu verlieren.

Guido Vogel-Latz

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