26.08.2010 | Europa beginnt im Alltag

Alljährlich am letzten Augustwochenende findet in Metz das Mirabellenfest statt. Eine schöne Gelegenheit die Quattropole – Partnerstadt an der Mosel zu besuchen. Zahlreiche kulturelle und gastronomische Höhepunkte werden an diesem Fest geboten. Bequem zu erreichen mit dem Shuttlebus, den die Landeshauptstadt für die BürgerInnen anbot. Auch zu anderen Gelegenheiten bieten die Quattropole Städte ihren BürgerInnen Fahrgelegenheiten an. Gebildet wird die Quattropole von Metz, Trier, Luxemburg und Saarbrücken und ist ein wichtiger Baustein in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der SarreLorLux – Region. Eine Zusammenarbeit, die nicht hoch genug geschätzt werden kann. Hat man doch in der Vergangenheit auf der politischen Seite einem tumben deutschen Nationalpatriotismus gehuldigt und die französischen Nachbarn der „Erbfeindschaft“ bezichtigt. Diese Zeiten sind Gott sei Dank passé.
Allerdings ist das keine Selbstverständlichkeit. Es bedarf vieler Anstrengungen auf vielen gesellschaftlichen Ebenen und jede Generation muss für sich an der Weiterentwicklung arbeiten. Für die heutige Generation ist es eine Alltagserfahrung dem französischen Nachbarn im Café, im Kaufhaus oder auf der Straße zu begegnen. Die SaarbrückerInnen passieren ihrerseits den einstigen Grenzübergang „Goldene Bremm“ ohne daran zu denken, dass man hier von einem Land ins andere fährt. Politisch betrachtet bestehen zudem zahlreiche Kontakte und Initiativen zur grenzüberschreitenden Kooperation.
Diese bikulturelle Orientierung ist der Kern des friedlichen Zusammenlebens „auf der Grenze“. Dieses hohe Gut sollten wir alle gemeinsam weiterentwickeln, auch und vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
Meilleures salutations!

Thomas Brück

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