20.08.2010 | Neues an den Schulen: Für bessere Bildungschancen

Die Ferien im Saarland sind vorbei, auch in Saarbrücken ist der Schulalltag wieder eingekehrt. Dabei gibt es so manche Veränderung:
In einigen KiTas und Grundschulen wurde das „Kooperationsjahr“ als Pilotprojekt gestartet. Dabei bereiten ErzieherInnen und LehrerInnen gemeinsam die Kinder auf ihre Einschulung vor. Gezielte Förderung und Unterstützung kann da, wo es nötig ist, früher stattfinden. Die Nachmittagsbetreuung an Ganztagsschulen ist für die Eltern kostenfrei gestellt. Ebenso ist die Stundentafel für Gymnasien überarbeitet.
Diesen Schritten sollen weitere folgen, die derzeit auch in Saarbrücken für lebhafte Diskussionen sorgen. So bspw. die Einführung des 5. Grundschuljahres sowie die Schaffung eines Zwei-Säulen-Modells, in dem das Abitur entweder auf einem Gymnasium nach zwölf Schuljahren oder auf einer Gemeinschaftsschule nach Klasse 13 gleichwertig erworben werden kann.
Für uns ist wichtig, dass ein modernes, leistungsfähiges und gerechtes Bildungssystem eingeführt wird. Dabei sollen alle Saarbrücker Kinder – ganz unabhängig von ihrer sozialen Herkunft – die besten Chancen für einen qualitätsvollen Schulabschluss bekommen. Möglichst lange gemeinsam soll miteinander gelernt werden! Gleichzeitig soll sich die individuelle Förderung verbessern: für die schwächeren, aber auch für die stärkeren SchülerInnen.
Aus unserer Sicht hat ein zusätzliches 5. Grundschuljahr viele Vorteile: die Kinder wechseln ein Jahr später auf die weiterführenden Schulen. Den Eltern fällt es daher leichter, eine Schullaufbahnentscheidung zu treffen. Im 5. Grundschuljahr werden auch breite Inhalte des gymnasialen Lehrplans gelehrt. Sowohl Gymnasial- als auch RealschullehrerInnen geben Fachunterricht. Zusätzlich werden die Klassen auch deutlich kleiner. Umfangreiche Informationen zu den konkreten Planungen unter www.gemeinsam-bilden.de . Daneben bieten die Grünen zum Thema Bildung eine eigene Veranstaltungsreihe.

Claudia Willger-Lambert

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