18.11.2008 | Winterberg-Klinikum

Das Winterberg-Klinikum ist wirtschaftlich stabil und muss nicht privatisiert werden. Diese Position vertreten wir seit langem. Letzte Woche wurde sie vom Gutachterteam um den Bayreuther Volkswirtschaftler Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender bestätigt. Das Gutachten, dass die CDU-FDP-Koalition in Auftrag gegeben hat und dass die Stadt und damit letztlich die Bürgerinnen und Bürger viel Geld kostet, belegt, dass das Winterbergklinikum gut am Markt positioniert ist. Wir hoffen, dass damit die Privatisierungsträume von CDU, FDP und Finanzdezernent Frank Oran endlich ausgeträumt sind und die Koalitionäre die gute Arbeit des Klinikums nicht weiter in Frage stellen. Wir haben immer darauf verwiesen, dass das Winterbergklinikum in den letzten Jahren unter großen Kraftanstrengungen aller MitarbeiterInnen erhebliche Strukturverbesserungen umgesetzt hat. Die Landeshauptstadt muss weder Defizite zu Lasten des Haushalts ausgleichen noch in größerem Umfang Investitionen tätigen. Wie Erfahrungen aus anderen Städten zeigen führen Privatisierungen in der Regel zu Qualitätsverlusten in der Patientenversorgung und zu Abbau von Arbeitsplätzen und Lohndumping mit unterbezahltem, schlecht ausgebildetem Personal. Außerdem wird bei Privatisierungen oft das medizinische Spektrum eingeschränkt. Bleibt ein Krankenhaus dagegen in öffentlicher Hand, hat das viele Vorteile. Kommunale Krankenhäuser können kostendeckend, wettbewerbsfähig und wirtschaftlich arbeiten und daneben ihrem sozialpolitischen Anspruch gerecht werden. Sie können ihre Patientenzahlen steigern, z.B. durch Einbeziehung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, die Einführung neuer Spezialgebiete, durch BelegärztInnen, Tagesklinik und Pflege. Wir sind der Meinung, dass ein Klinikum der medizinischen Versorgung der Bevölkerung und nicht dem Profit von Investoren dienen muss. Deshalb machen wir uns weiterhin dafür stark, dass das Winterbergklinikum in öffentlicher Hand bleibt.

Claudia Willger-Lambert

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