08.11.2011 Ich lebe gern in Dudweiler

Beim Schreiben dieser Kolumnen wird mir jedes Mal bewusst, dass die Artikel der Fraktionsvorsitzenden der im Saarbrücker Stadtrat vertretenen Parteien nicht von allen Saarbrücker BürgerInnen gelesen werden können. Und das, obwohl hier die Möglichkeit besteht, kommunalpolitische Themen aus und für Saarbrücken sowie eigene Positionen dazu darzustellen. Dieses Problem wurde auch vor kurzem während eines Ortsgespräches der Saarbrücker Zeitung über die Situation in Dudweiler benannt.
Anlass war die zweiwöchige Aktion „Ich wohne gern in . . . „. Als Vorsitzende der Grünen-Fraktion hatte ich – unabhängig davon – kurz zuvor auf die unterschiedliche Berichterstattung in den Saarbrücker Stadtteilen der SZ hingewiesen. Mir war schon im vorangegangenen OB-Wahlkampf die stellenweise unterschiedliche Information in der Sulzbachtal-Ausgabe und im Teil „Stadt Saarbrücken und Obere Saar“ aufgefallen. Gerade bei für alle Saarbrücker BürgerInnen wichtigen Themen wie einer Wahl oder großen Projekten wie Stadtmitte am Fluss oder Informationen über die Bäder in den einzelnen Stadtteilen etc. wäre eine für alle Saarbrücker Stadtteile gleiche Berichterstattung und zur gleichen Zeit wichtig.
Als Tor zum Sulzbachtal – wie es am Ortseingang verkündet wird – gehört Dudweiler verwaltungstechnisch seit Jahrzehnten zur Landeshauptstadt. Leider wird diesem Umstand in den Medien nicht hinreichend Rechnung getragen. Umgekehrt wird den BewohnerInnen der anderen Stadtteile zum großen Teil z. B. das rege Vereinsleben in Dudweiler vorenthalten. Das Ganze hätte noch einen guten Nebeneffekt: die Verbundenheit der Stadtteile untereinander könnte bei entsprechender Berichterstattung wesentlich gefördert werden.

Karin Burkart

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