29.05.2008 | Radverkehr durch Fahren gegen die Einbahnstraße stärken

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat begrüßen die Aussagen von Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer, dass sich der Radverkehr in Saarbrücken von zwei auf zehn Prozent steigern lasse. Um diese Quote zu erreichen, sei es wichtig, dass nun alle möglichen Maßnahmen umgesetzt werden. Der verkehrspolitische Sprecher Guido Vogel erklärt:“Dazu gehört die Ausweitung des Radfahrens gegen die Einbahnstraße. Dieses Saarbrücker Erfolgsmodell hat bundesweit viel Anerkennung erfahren und es hat sich gezeigt, dass das Fahren in die falsche Richtung keine erhöhten Unfallzahlen zur Folge hat.“ Zurzeit gebe es in Saarbrücken noch über 12 Kilometer nicht freigegebene Einbahnstraßen, die kritisch überprüft und möglichst vollständig für die Benutzung in Gegenrichtung für RadfahrerInnen freigegeben werden sollten. „Das gilt z.B. rund um den St. Johanner Markt einschließlich der Gerberstraße, für die Bismarckstraße und die Saargemünder Straße in St. Arnual“, so Vogel. Überall dort wo es aus Gründen der Fahrgeschwindigkeit und der Verkehrssicherheit nicht möglich sei, die Einbahnstraßen frei zu geben, müssten andere Verbesserungen für die RadfahrerInnen in Erwägung gezogen werden. „Dort muss überprüft werden, ob die straßenbegleitenden Gehwege zumindest einseitig durch Zusatzzeichen für den Radverkehr freigegeben werden, so z.B. in der Kaiserstraße und der Franz-Josef-Röder-Straße“, so Vogel. Die Grünen werden dazu einen entsprechenden Antrag in den nächsten Ausschuss für Bau, Verkehr und Freiraum einbringen.

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