27.08.2009 | Grüne unterstützen Interessengemeinschaft

Der Forderung nach einem unabhängigen Gutachter will das Unternehmen ESLL, ein Joint Venture zwischen Stadtwerke Saarbrücken (SWS) und Gaz de France, Energie Deutschland (GSED) nun offensichtlich nachkommen.
„Wir stehen der Initiative gerne zur Seite, wenn es darum geht, ein geeignetes Gutachterunternehmen zu finden“, so Thomas Brück Vorsitzender der Fraktion im Stadtrat.
Die Bürgerinitiative bemängele zwar v. a. die Preisbindung an den sogenannten Brennstoffindex, nach Brück ist es aber genau so wichtig, mehr Transparenz in die anderen allgemeinen Vertrags- und Lieferbedingungen zwischen Stromerzeuger, also GSED und ESLL zu bringen.
„In der Vergangenheit wurden Verträge abgeschlossen, die mit langer Laufzeit versehen v. a. zu Lasten der Endverbraucher gingen“, so Brück. Die Grünen sind nicht im Aufsichtsrat der ESLL vertreten. „Wären wir es, hätten wir solchen Verträgen nie und nimmer zugestimmt“.
Die Nutzung der Fernwärme als umweltschonender Versorgung wird von den Stadtratsgrünen ausdrücklich befördert.
„Wir setzen uns in den städtischen Beteiligungen auch dafür ein, dass die unternehmerische Führung in diesem Bereich wieder mehrheitlich den Stadtwerken zukommt. Die 49-Prozent-Beteiligung an der ESLL lässt der Stadt keine planerische Entscheidungskompetenz“, so Brück weiter.
„Wir werden uns in den Gremien dafür einsetzen, dass evtl. rechtswidrige Wärmelieferverträge rückgängig gemacht werden“, so Brück abschließend.

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