19.09.2011 | Rabbiner-Rülf-Platz: Gestaltung des Denkmals für Grüne wesentlich

Zur Entwurfsplanung des neu zu schaffenden Rabbiner-Rülf-Platzes, der der Stadtrat in seiner letzten Sitzung am 6. September grundsätzlich zugestimmt hat, erklärt der Fraktionsvorsitzende und Kulturpolitische Sprecher von B90/Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat, Thomas Brück:

„Zuerst möchten wir allen Beteiligten ein Lob aussprechen, denn wir sind sehr zufrieden mit den Entwürfen zur allgemeinen Platzgestaltung. Wir freuen uns, dass ein neuer Platz für die Stadt und ihre BürgerInnen geschaffen und an seinem Standort an der Berliner Promenade/Bahnhofstraße für Saarbrücken eine Attraktivitätssteigerung bedeuten wird.

Mit Rabbiner Rülf würdigt der Stadtrat spät, aber nicht zu spät, das Engagement einer bedeutenden Persönlichkeit unserer Stadt. Dr. Schlomo Rülf war Rabbiner der jüdischen Gemeinde Saarbrückens vor der Zeit des Nationalsozialismus. Er hat sich in besonderer Weise um Saarbrücken verdient gemacht, weil er Hunderten von Saarländerinnen und Saarländern zum Überleben in der Nazidiktatur verhalf.

Deshalb wurde auch auf Initiative der Synagogengemeinde Saar und dessen Vorsitzenden Richard Bermann angeregt, diesen Platz als Ort der Erinnerung für die in der Zeit des Dritten Reiches ermordeten saarländischen Juden zu gestalten.
Die Gleichwertigkeit dieses Aspektes mit der städtebaulichen Gestaltung hat für uns hohe Priorität. Diese Bedeutung haben wir u.a. in einem Brief an Kulturdezernent Schrader und Baudezernentin Wandel – Höfer hervorgehoben. Dass die Synagogengemeinde Saar ein wichtiges Wort mitzureden hat, ist für uns Grüne geradezu eine Selbstverständlichkeit. Denn man muss kein Prophet sein um zu bescheinigen, dass dieser Wettbewerb über die Grenzen des Saarlandes hinaus Aufmerksamkeit erzeugen wird und eine Lösung sollte und darf aus unserer Sicht nur in enger Abstimmung mit der Trägerin der direkten Interessen der jüdischen Bevölkerung, der saarländischen Synagogengemeinde erfolgen“.

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