24.06.2011 | Grünen-Stadtratsfraktion kritisiert scheinheiligen Umgang der CDU mit Videowänden

In der strittigen Diskussion um Sinn und Nutzen von Videowalls in Saarbrücken erklärt der Baupolitische Sprecher der Grünen-Stadtratsfraktion Guido Vogel-Latz:

„An digitalen Werbetafeln scheiden sich die Geister: die einen stören sich nicht daran, andere fühlen sich durch die zuweilen über zehn Quadratmeter großen Videowände belästigt. Beeinträchtigen Videowalls die Verkehrssicherheit und das Stadtbild? Oder gehören sie zu einem modernen Stadtbild dazu?
Auch die Saarbrücker Kommunalpolitiker haben sich mit diesen Fragen in den Fachausschüssen beschäftigt. Wir Grünen im Saarbrücker Stadtrat haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass Videowalls bei uns nicht auf Gegenliebe stoßen. Ohne entsprechende Regulierungen sehen wir die Gefahr, dass sich Videowalls ähnlich ausbreiten wie Spielhallen und zur Plage werden. Deshalb ist es erfreulich, dass keine Fraktion diese Flimmerwände begrüßt sondern die kritische Haltung überwiegt. Einstimmig wurde deshalb vereinbart, vom Land entsprechende Gesetzesänderungen einzufordern, um Videowalls genehmigungspflichtig machen zu können. Denn dann könnte die Stadt selbst entscheiden, ob und wo bzw. unter welchen Auflagen Videoclips in Saarbrücken flimmern können.

Allerdings zweifeln wir hierbei an der Glaubwürdigkeit der CDU-Stadtratsfraktion. Das Konterfei ihres Fraktionsvorsitzenden und OB-Kandidaten Peter Strobel flimmert schon längst auf einer großen Videowand den BürgerInnen entgegen. Das nennen wir: Öffentlich Wasser predigen aber selbst Wein trinken“.

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