22.08.2011 | Sitzenbleiben ist out

Grünen-Stadtratsfraktion begrüßt Modellversuch

Zum offiziellen Start des Modellversuchs „Fördern statt Sitzenbleiben“ des saarländischen Bildungsministeriums erklärt die Stadtverordnete und OB-Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat, Claudia Willger:

„Fördern statt Sitzenbleiben“ ist ein notwendiger und schon seit langem überfälliger Modellversuch, um herauszubekommen, ob und wie auf eine Versetzungsentscheidung in den ersten beiden Jahren nach dem Wechsel von der Grundschule zum Gymnasium verzichtet werden kann. Statt Frust aufkommen zu lassen, werden die SchülerInnen in den Klassenstufen 5 und 6 an elf saarländischen Gymnasien die nächsten vier Jahre individuell gefördert und brauchen zumindest an den Modellschulen keine Angst mehr vorm Sitzenbleiben zu haben.

Wer eine Klasse wiederholen muss, holt den verpassten Lernstoff oft nicht auf, sondern verliert die Motivation zu lernen. Damit ist niemandem gedient, weder den SchülerInnen, die eine Klasse wiederholen, noch ihren leistungsstärkeren KlassenkameradInnen, die unter sich bleiben. In unseren Augen ist Sitzenbleiben pädagogisch unwirksam. Sinnvoller ist es deshalb, leistungsschwache SchülerInnen im Klassenverband weiterlernen zu lassen und sie intensiv individuell zu fördern. So können sie das Klassenziel eher erreichen, als wenn sie im Wiederholungsjahr erneut mit Anforderungen konfrontiert werden, an denen sie schon einmal gescheitert sind.

Zu den teilnehmenden Schulen in Saarbrücken gehören das Deutsch-Französische Gymnasium, die Marienschule und das private Willi-Graf-Gymnasium“.

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