18.08.2011 | Schulwegunfälle mit dem Rad senken

Grünen-Stadtratsfraktion fordert bessere Bedingungen

Meldungen in den saarländischen Medien zufolge gab es im Saarland im vergangenen Jahr 1.600 Schulwegunfälle. Die meisten Unfälle passierten mit dem Fahrrad. Dazu erklärt die Stadtverordnete Claudia Willger:

„Die hohe Zahl der Schulwegunfälle macht betroffen und wir müssen alles uns mögliche tun, um diese zu reduzieren. Es stellt sich die Frage, wieso die Zahlen für das Saarland höher sind als im Bundesdurchschnitt.
Außer der guten Vorbereitung der SchülerInnen – insbesondere der jüngeren Kinder – auf den Schulweg sehen wir gerade hier in Saarbrücken weitere Möglichkeiten, politisch einzugreifen und die Schulwege für die radfahrenden Kinder sicherer zu machen. Neben individuellen Ursachen wie z.B. dass gerade jüngere Kinder mit dem Multitasking des Radfahrens noch überfordert sind, gibt es in unseren Augen noch andere Ursachen, insbesondere in der Landeshauptstadt.

Hier sind vor allen zu nennen schlechte Radwege, von Autos zugeparkte Radwege sowie Radwege, die plötzlich und ohne Vorwarnung enden. Der Radverkehrsanteil von gerade mal drei Prozent, das lückenhafte Radwegenetz und die kaum vorhandene Öffentlichkeitsarbeit für das Radfahren zeigen überdeutlich, wie wenig Wertschätzung dem Radverkehr in Saarbrücken entgegengebracht wird. Um diese missliche Situation zu verändern, haben wir die Einrichtung der Stelle eines Fahrradbeauftragten für Saarbrücken initiiert und dafür kämpfen müssen. Und jetzt zeigt sich, wie richtig das war. Hierbei sind alle Fraktionen im Saarbrücker Stadtrat aufgefordert ihre Haltungen zur Radpolitik zu überdenken und uns dabei zu unterstützen, dass in Saarbrücken eine breite politische und gesellschaftliche Akzeptanz für das Radfahren geschaffen wird. Es muss die Einsicht wachsen, dass das Rad genau so ein Verkehrsmittel ist wie Bus/Bahn und Auto. Eine positive Imagekampagne kann das das Radfahren in Saarbrücken – auch gerade für die SchülerInnen – sicherer machen“.

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